AKZO NOBEL NV, NL0000009132

AMSTERDAM - Der niederlĂ€ndische Farbenhersteller Akzo Nobel hat auch die dritte milliardenschwere Übernahmeofferte des US-Konkurrenten PPG Industries abgelehnt.

08.05.2017 - 10:22:40

Farbenhersteller Akzo Nobel lehnt auch drittes PPG-Übernahmegebot ab. Akzo Nobel habe eine eigene Strategie beschlossen, die ein guter Weg fĂŒr Wachstum und langfristige Wertschaffung sei, teilte das Unternehmen am Montag in Amsterdam mit. Diese liege im Interesse aller AktionĂ€re. Zuvor hatte sich Unternehmenschef Ton BĂŒchner mit dem Management von PPG Industries getroffen. Die Amerikaner hatten Ende April ihr Gebot fĂŒr Akzo Nobel auf 26,9 Milliarden Euro erhöht.

PPG Industries zeigte sich hingegen von der erneuten Absage enttĂ€uscht. Das Unternehmen sei weiterhin davon ĂŒberzeugt, dass ein Zusammengehen beider Konzerne einen deutlich höheren Wert fĂŒr die AktionĂ€re schaffe. Zudem bringe eine Fusion mehr Sicherheit fĂŒr BeschĂ€ftigte und PensionĂ€re als der erst kĂŒrzlich von Akzo Nobel angekĂŒndigte neue Plan der EigenstĂ€ndigkeit. Das amerikanische Unternehmen will nun die kompletten Details der Antwort von Akzo Nobel prĂŒfen.

Zuvor hatte sich Akzo-Nobel-Unternehmenschef Ton BĂŒchner mit dem Management von PPG Industries getroffen. Der US-Konkurrent hatte Ende April das Gebot fĂŒr Akzo Nobel auf 26,9 Milliarden Euro erhöht.

PPG-Chef Michael McGarry hatte Akzo bereits mit Ungemach gedroht, falls sich das Management GesprĂ€chen widersetzt. Man sei gewillt, ein feindliches Übernahmeangebot zu machen, hatte er der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt. Dabei wird die Offerte direkt den AktionĂ€ren unter Umgehung der Konzernleitung unterbreitet. Der PPG-Chef hatte den NiederlĂ€ndern dafĂŒr eine Frist bis zum 1. Juni gesetzt.

Akzo Nobel hatte sich zuletzt mit einer Abspaltung und milliardenschweren AusschĂŒttungen gegen die Übernahmeofferte des US-Konzerns PPG gewehrt. Die Trennung vom SpezialchemiegeschĂ€ft solle innerhalb von 12 Monaten erfolgen, kĂŒndigte Akzo-Konzernchef Ton BĂŒchner erst vor kurzem an. Es sei ein Verkauf oder ein Börsengang möglich. Die Erlöse sollen ĂŒberwiegend den AktionĂ€ren zugutekommen.

@ dpa.de