ATX, AT0000999982

WIEN - Die Wiener Börse ist zwar am Freitag mit Verlusten aus dem Handel gegangen, aber auf Quartalssicht hat sie ein Plus von 6,55 Prozent verbucht.

31.03.2017 - 18:41:24

Aktien Wien Schluss: ATX schließt tiefer aber mit Quartalsplus. Der ATX fiel 19,74 Punkte oder 0,69 Prozent auf 2828,79 Einheiten. Auch wenn die Konjunkturdaten am Nachmittag freundlich ausfielen, konnten sie heute kaum Impulse setzten.

des Preis-Dumpings überführt hat. Handelsminister Wilbur Ross drohte mit Konsequenzen. Die Aktien des heimischen Stahlproduzenten reagierten mit einem Abschlag von 3,18 Prozent.

voestalpine-Chef Wolfgang Eder relativierte das Vorgehen der US-Regierung. "Es gibt ein Verfahren, das einige wenige 1.000 Tonnen Spezialstahl betrifft", sagte Eder. Es gehe dabei um Stahlqualitäten, die man ansonsten in den USA nicht bekomme. Es sei nicht so, dass die US-Regierung im großen Stil gegen voestalpine vorgehe.

Hingegen zogen Immofinanz mit plus 0,73 Prozent auf 1,79 Euro an. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hob ihr Votum für die Aktien des heimischen Immobilienkonzerns von "Hold" auf "Buy" an. Jüngste Maßnahmen der neuen Konzernleitung würden die Mieterlöse erhöhen und die Kostenpositionen der Immofinanz verbessern, konstatiert der Analyst Thomas Neuhold. Deshalb biete die Aktie ungeachtet des Ausstiegs aus Russland eine starke Einstiegsoption. Die Veröffentlichung der Immofinanz-Ergebnisse ihres Rumpfjahres, die am kommenden Donnerstag nachbörslich stattfinden wird, dürfte mehr Aufschluss dazu liefern.

Auch Immo (plus 0,27 Prozent) und UBM (plus 0,53 Prozent) werden kommende Woche Details zu ihren Jahresergebnissen liefern, nachdem bereits vorläufige Eckdaten bekanntgegeben wurden. Investoren erwarten ebenfalls den Jahresfinanzbericht von Polytech (plus 2,87 Prozent).

Ein weiterer Wert auf der Gewinnerliste waren RHI mit plus 1,33 Prozent bei 24,01 Euro. Die Erste Group -Analysten haben den Aktie des Feuerfest-Konzerns die Kaufempfehlung "Accumulate" sowie ein Kursziel von 27,0 Euro ausgesprochen. Obwohl die RHI einer der größten Konzerne im Feuerfest-Geschäft sei, würden die Aktien aktuell zu einem "attraktiven" Preis im Vergleich zur Konkurrenz gehandelt, stellt Erste-Expertin Vera Sutedja in einer aktuellen Studie fest.

Auf der Verliererseite befanden sich Lenzing mit einem Abschlag von 0,76 Prozent bei 157,65 Euro. Die Lenzing-Aktie testete diese Woche mit knapp 170 Euro neue Allzeithochs, schrieben die Experten der Erste Group. Allerdings nutzten Investoren dieses Niveau für Gewinnmitnahmen.

Vor dem Wochenende Gewinne einstreichen dürften auch die Anleger von OMV und SBO gewollt haben. Gesunkene Ölvorräte führten diese Woche zu einer Erholung der Ölpreise, schreiben die Analysten der Erste Group. Folglich legten beide Werte im Fahrwasser der steigenden Ölpreise auf Wochensicht um 1,61 Prozent und 5,32 Prozent zu. Allerdings gingen heute beide mit satten Verlusten von jeweils 1,7 Prozent aus dem Handel.

@ dpa.de