Stoxx 50, EU0009658160

PARIS / LONDON / MAILAND - Am Tag zwei nach dem gescheiterten Referendum in Italien haben die europäischen Aktienmärkte ihre Gewinne vom Wochenauftakt deutlich ausgebaut.

06.12.2016 - 19:01:24

Europa Schluss: Hoffnung auf EZB und Fed treibt EuroStoxx hoch. Dem EuroStoxx 50 gelang es am Dienstag sogar, erstmals wieder seit April über der Marke von 3100 Punkten zu schließen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit sind bereits die anstehenden Notenbank-Sitzungen in Europa und auch in den USA.

ging es indes angesichts schwacher Rohstoffwerte nur um 0,49 Prozent auf 6779,84 Zähler hoch.

Die italienische Börse verkraftet die abgelehnte Verfassungsreform und den angekündigten Rücktritt von Ministerpräsident Matteo Renzi zudem erstaunlich gut. Der Mailänder Leitindex FTSE MIB schloss mit einem satten Aufschlag von 4,15 Prozent, nachdem er am Vortag ein kleines Minus verbucht hatte. Anleger setzen nun all ihre Hoffnungen auf EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag. Erwartet wird als Reaktion der Zentralbank auf das "Nein" in Italien allem Anschein nach nun eine "massive geldpolitische Spritze", sagte ein Marktbeobachter. Zudem haben sich die EU-Finanzminister an diesem Tag für eine Ausweitung der milliardenschweren EU-Investitionsinitiative ausgesprochen.

Weiter vorweggenommen wurde auch der Ausgang der in der kommenden Woche anstehenden Fed-Sitzung. Dass die US-Notenbank Fed den Leitzins anheben wird, gilt unter Marktexperten als zunehmend sicherer. Die Konjunkturdaten aus der weltgrößten Volkswirtschaft untermauern diese Einschätzung bereits seit Längerem, so auch die an diesem Tag veröffentlichten Auftragsdaten aus der US-Industrie für Oktober oder zur Produktivität in den USA im dritten Quartal.

Besonders gefragt waren daher die schwer gebeutelten Bankenwerte Europas, die von steigenden Zinsen in den USA profitieren würden. Dieser Sektor verbuchte nun mit plus 4,38 Prozent die mit Abstand deutlichsten Gewinne unter den insgesamt 19 Subsektoren des Stoxx Europe 600. Die Papiere der spanischen Banken BBVA und Santander stiegen um 4,70 Prozent und 5,06 Prozent, die der beiden französischen Konkurrenten BNP Paribas und Societe Generale gewannen jeweils etwas mehr als 5 Prozent. Die Aktien der italienischen Intesa Sanpaolo und der Deutschen Bank nahmen die Spitzenplätze ein mit einem Plus von jeweils um die 8 Prozent.

Darüber hinaus standen die Versorger im Blick, deren Branchengewinn 2,77 Prozent betrug. Die Eon-Anteile schnellten im EuroStoxx um knapp 5 Prozent hoch, denn der Düsseldorfer Energiekonzern erzielte gemeinsam mit RWE und Vattenfall einen Etappensieg im Atomstreit. Das Bundesverfassungsgericht entschied, dass den Konzernen wegen des beschleunigten Atomausstiegs nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 eine "angemessene" Entschädigung zusteht. Im Kielwasser von Eon legten unter anderem auch die Anteile von Enel um 5 Prozent zu. Engie gewannen knapp 3 Prozent. Die britische Bank HSBC hat die Titel auf "Buy" hochgestuft. Analyst Adam Dickens rechnet 2017 mit Fortschritten in der Geschäftsentwicklung, erwartet zudem Veräußerungen und Aktienrückkäufe.

Um das Schweizer Biotechunternehmen Actelion könnte ein Bieterkampf entbrennen, was den Papieren im SMI ein Plus von 3,80 Prozent bescherte. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montagabend unter Berufung auf informierte Personen berichtete, erwägt der französische Pharmakonzern Sanofi , seinen Hut in den Ring zuwerfen. Mit minus 0,67 Prozent zählten die Sanofi-Aktien zu den schwächsten Werten im EuroStoxx.

@ dpa.de

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