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PARIS / LONDON - Europas Börsen sind an Christi Himmelfahrt nach einem freundlichen Start in die Verlustzone gedreht.

25.05.2017 - 11:08:24

Aktien Europa: Moderate Verluste nach einem freundlichen Feiertagsstart. Da die Handelsumsätze, wie an Feiertagen üblich, recht dünn seien, müssten Schwankungen dieser Art einkalkuliert werden, sagte ein Börsianer.

0,16 Prozent auf 5332,65 Punkte, und der Londoner FTSE 100 büßte 0,19 Prozent auf 7500,91 Punkte ein.

Impulse für den Handel kamen an diesem Donnerstag vor allem aus den USA: Die meisten Mitglieder der US-Notenbank Fed hatten sich laut dem Protokoll der vergangenen Sitzung für eine baldige Fortsetzung der geldpolitischen Straffung ausgesprochen. Da ein weiterer Zinsschritt im Juni bereits mehrheitlich erwartet wird, war das zwar keine Überraschung mehr. Allerdings signalisierte die Fed zugleich, sie wolle mehr Hinweise abwarten, ob die jüngste Wirtschaftsschwäche in der weltgrößten Volkswirtschaft tatsächlich nur vorübergehend sei. Erst dann soll es mit dem Abbau geldpolitischer Stimuli weitergehen.

Unter den 19 Branchen Europas war der Bergbausektor Schlusslicht mit knapp einem Prozent Minus, während der Versorgersektor favorisiert wurde und um 0,27 Prozent zulegte.

Weiter im Blick der Anleger an Europas Börsen standen die Aktien von Safran , die tags zuvor zusammen mit denen von Zodiac über längere Zeit vom Handel ausgesetzt worden waren. Der französische Luftfahrt- und Rüstungskonzern teilte schließlich mit, dass er nach der Gewinnwarnung des Flugzeugausrüster Zodiac im März nun nicht mehr so viel zahlen wolle, wie ursprünglich geplant. Die Offerte wurde von 29,47 auf 25 Euro je Aktie gesenkt. Die Safran-Aktien gewannen an der EuroStoxx-Spitze nun 1,14 Prozent.

In London büßten außerhalb des "Footsie" die Aktien von Petrofac mehr als ein Fünftel an Wert ein. Nachdem die britische Strafverfolgungsbehörde SFO (Serious Fraud Office) Ermittlungen wegen Korruption aufgenommen hat, suspendierte der Öl- und Gaskonzern seinen Vorstand (COO) Marwan Chedid.

Die Anteile von Tate & Lyle gaben um 2,28 Prozent nach. Der Zuckerhersteller hatte seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2016/17 vorgelegt. Laut dem irischen Analystenhaus Davy Research könne der Südzucker -Konkurrent auf ein von Fortschritten gekennzeichnetes Jahr zurückschauen. Allerdings dürfte sich nach den Zahlen die Konsensschätzung für den operativen Gewinn im laufenden Geschäftsjahr kaum ändern.

@ dpa.de