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PARIS / LONDON - Die Talfahrt am Londoner Aktienmarkt hat sich am Freitag fortgesetzt.

15.09.2017 - 12:05:25

Aktien Europa: Pfundanstieg und Terror belasten London; EuroStoxx kaum verändert. Einerseits mehren sich die Hinweise auf eine baldige Zinserhöhung, die dem Pfund weiter Auftrieb gaben. Das belastete exportorientierte heimische Unternehmen. Andererseits reagierten Anleger verunsichert, nachdem es in einer Londoner U-Bahn zu einer Explosion gekommen war, hinter der die Polizei einen Terroranschlag vermutet.

gewann 0,06 Prozent auf 5228,26 Zähler. Der FTSE 100 ("Footsie") hingegen büßte 1,04 Prozent auf 7220,81 Punkte ein.

In London sprach sich das Ratsmitglied der britischen Notenbank, Gertjan Vlieghe, für eine baldige Zinserhöhung in Großbritannien aus, was das Pfund auf 1,359 US-Dollar hochtrieb. Zudem gab es in einem vollbesetzten U-Bahn-Waggon in London eine Explosion. Die Behörden gehen von einem Terroranschlag aus. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Schwächste Branche in Europa war die des Reise- und Freizeitsektors mit minus 0,5 Prozent, während die Einzelhandelsbranche erneut favorisiert wurde und um weitere 0,8 Prozent zulegte. Tags zuvor konnte der britische Modehändler Next mit seinem Quartalsbericht überzeugen und um knapp 13 Prozent zulegen. Am Freitag nun bauten sie ihre Gewinne weiter aus und stiegen um 1,2 Prozent. Hennes & Mauritz (H&M) gewannen nach vorgelegten Quartalszahlen in Stockholm 2,5 Prozent. Der Modekonzern informierte, dass er vor einem vielversprechenden Herbstauftakt stehe, nachdem die H&M-Sommermode aggressiv aus den Lagern verbannt worden sei.

Dass der Nahrungsmittelkonzern Nestle ins Café-Geschäft einsteigt, quittierten Anleger mit moderaten Verkäufen. Die Papiere verloren im SMI 0,5 Prozent. Die Schweizer übernehmen eine Mehrheitsbeteiligung am amerikanischen Edel-Röster und Fachhändler Blue Bottle Coffee mit rund 30 Cafés in den USA und Japan. Bis Ende des Jahres sollen es 55 werden. Axa sanken im EuroStoxx um 0,7 Prozent. Europas zweitgrößter Versicherer lotet nach Informationen aus Kreisen eine Neuaufstellung seiner europäischen Vermögensverwaltung aus. In Frage kämen eine Fusion beziehungsweise die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Ein möglicher Partner sei die französische Investmentbank Natixis.

Die Aktien der in der Schweiz ansässigen Online-Apotheke Zur Rose drehten zuletzt ins Plus und legten um knapp 1 Prozent zu. Sie reagierten damit auf einen Pressebericht zu einem Übernahmeinteresse des Onlinehändlers Amazon an der Shop-Apotheke. Angeblich sei auch eine Übernahme der Konkurrentin DocMorris geprüft worden. DocMorris allerdings müsste zuerst von der Apotheke Zur Rose abgespalten werden und hätte dann zudem immer noch einen zu geringen Geschäftsanteil an rezeptfreien Medikamenten, hieß es im Branchendienst "Apotheke Adhoc".

@ dpa.de

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