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PARIS / LONDON - Die Anleger an Europas Börsen haben am Montag recht gelassen auf den Ausgang der Bundestagswahl in Deutschland reagiert.

25.09.2017 - 18:30:41

Aktien Europa Schluss: Leichte Verluste nach der Bundestagswahl in Deutschland. Die wichtigsten Aktienindizes schlossen mit moderaten Verlusten. Im September hatten sie bislang aber deutliche Kursanstiege verzeichnet.

gab am Montag um 0,10 Prozent auf 3537,81 Punkte nach. Für den französischen CAC-40-Index ging es um 0,27 Prozent auf 5267,13 Punkte nach unten. Der britische FTSE 100 sank um 0,13 Prozent auf 7301,29 Zähler.

Aus Branchensicht hatte der Pharmasektor mit einem Gewinn von 1,00 Prozent die Nase vorn. Schlusslicht in der Übersicht waren die Bankaktien , die 0,80 Prozent verloren. Beobachter wiesen darauf hin, dass der Ausgang der Bundestagswahl die Position Deutschlands in Europa schwächen und die von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron favorisierte vertiefte Integration erschweren könnte. Auch könnten sich die Brexit-Verhandlungen verkomplizieren. Beide Aspekte seien tendenziell belastend für die Banken der Eurozone, hieß es im Handel.

Im Eurostoxx kamen mit der BBVA , der Deutschen Bank , der Societe Generale und der BNP Paribas die vier schwächsten Werte aus dem Bankensektor mit Verlusten zwischen 1,44 und 1,88 Prozent.

Ansonsten zogen unter den Einzelwerten die Aktien von Tullow Oil in London um mehr als 7 Prozent an. Zuvor hatten Ghana und die Elfenbeinküste Grenzstreitigkeiten beigelegt, welche rund zwei Jahre lang die weitere Erschließung eines für das Unternehmen wichtigen Ölfeldes verhindert hatten.

Der französische Ölkonzern Total verschärft wegen der anhaltend niedrigen Ölpreise seinen Sparkurs. Trotzdem will er seine Quellen in den kommenden Jahren immer stärker sprudeln lassen, wie Konzernchef Patrick Pouyanne am Montag vor Investoren in London ankündigte. Total-Aktien gewannen am Ende des Tages 0,70 Prozent.

In Zürich hatten die Anteilscheine von ABB zunächst zugelegt, um letztlich aber unverändert zu schließen. Der Industriekonzern will dem US-Konzern General Electric für eine Milliardensumme dessen Sparte für Elektrokomponenten abkaufen. Die Schweizer legen dafür 2,6 Milliarden US-Dollar auf den Tisch. Die Analysten der Investmentbank Natixis sprachen von einem "vernünftigen" Kaufpreis.

@ dpa.de