S&P 500, US78378X1072

NEW YORK - Die US-Börsen haben am Mittwoch ihre Rekordfahrt wieder aufgenommen.

19.07.2017 - 22:45:38

Aktien New York Schluss: Rekorde bei S&P und Nasdaq - Dow schließt auf Tageshoch. Der S&P 500 tat sich schwerer. Er trat zunächst - wie schon seit Wochenbeginn - auf der Stelle, kam dann aber doch noch etwas in Fahrt. Mit einem Plus von 0,31 Prozent auf 21 640,75 Punkte beendete er den Handel auf seinem Tageshoch. Von seiner jüngsten Rekordmarke am Freitag ist er damit nur noch etwas mehr als 40 Punkte entfernt.

um 0,61 Prozent auf 5916,16 Punkte und schloss damit rund 6 Punkte unter seinem Rekordstand. Auch der Nasdaq Composite erreichte einen Höchststand und schloss mit plus 0,64 Prozent auf 6385,04 Punkte nur knapp darunter.

Unterstützung für die Börsen kam vom US-Bausektor. Dieser hatte sich im Juni von seiner schwachen Entwicklung der Vormonate deutlich erholt und die Markterwartung übertroffen. "Positiv hervorzuheben ist der Anstieg der Baugenehmigungen, die in den Index der Frühindikatoren einfließen, der morgen zur Veröffentlichung ansteht", hoben die Experten der Helaba hervor. Mit Spannung wird Händlern zufolge zudem auf die Sitzung der Europäischen Notenbank gewartet. Spekuliert wird dabei auf mögliche Signale für eine weniger expansive Geldpolitik auch in Europa.

MORGAN STANLEY ÜBERZEUGT MIT ZAHLEN - IBM NICHT

Ansonsten standen Quartalsberichte im Fokus. So bescherte die Bank Morgan Stanley ihren Anlegern Freude, nachdem tags zuvor Konkurrentin Goldman Sachs enttäuscht hatte. Trotz der Flaute am Finanzmarkt war Morgan Stanley im zweiten Quartal weiter gewachsen. Die Erträge und der Gewinn hatten auch im zweiten Quartal merklich höher als ein Jahr zuvor gelegen.

Als Glücksfall erwies sich das für die Bank wichtige Geschäft mit der Vermögensverwaltung, das deutlich mehr Geld abwarf. Zudem übertraf das Geschäft rund um Übernahmen oder Börsengänge die Erwartungen von Analysten. Die Aktien von Morgan Stanley rückten im S&P 100 daraufhin um 3,28 Prozent vor, während die Goldman-Papiere ihre Vortagesverluste um 0,20 Prozent ausweiteten.

Das IT-Urgestein IBM , dessen Aktien am Dow-Ende um 4,20 Prozent nachgaben, kämpft indes weiter mit schleppenden Geschäften. Im zweiten Quartal waren Überschuss und Umsatz verglichen mit dem Vorjahr zurückgegangen. Die fortgesetzte Schwäche im traditionellen Computer-Kerngeschäft hatte die Erlöse bereits das 21. Quartal in Folge schrumpfen lassen, auch wenn es in anderen Sparten durchaus kräftiges Wachstum gegeben hatte. Erschwerend kam der starke Dollar hinzu, denn IBM macht einen Großteil seiner Geschäfte außerhalb der USA.

HÖHENFLUG DER VERTEX-AKTIE

Einen Höhenflug absolvierten die Papiere des Pharmaherstellers Vertex , die um mehr als 20 Prozent zulegten und so viel kosteten wie noch nie zuvor. Studiendaten zu einem Medikamenten-Cocktail hätten Mukoviszidose-Patienten die Atmung deutlicher als erwartet erleichtert, hieß es am Markt.

United Continental büßten knapp 6 Prozent ein - und das trotz gestiegener Passagierzahlen, Umsätze und Gewinne im zweiten Quartal. Börsianer sprachen davon, dass die Anleger Kasse machten. "Sell on good news", sei das Motto, nachdem die Aktie seit Jahresbeginn um gut 27 Prozent gestiegen war.

Der Konzern McCormick will derweil das Lebensmittelgeschäft des britischen Konsumgüterkonzerns Reckitt Benckiser übernehmen, was viele Anleger mit Verkäufen quittierten. Die Anteilscheine von McCormick verloren etwas mehr als 5 Prozent, während die Papiere von Reckitt in London mit plus 1,60 Prozent aus dem Handel gegangen waren.

EUROKURS WIEDER UNTER DRUCK

Der von seinem Höhenflug am Vortag wieder unter Druck geratene Eurokurs lag zur Schlussglocke an der Wall Street bei 1,1515 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1533 (Dienstag: 1,1555) Dollar festgesetzt. Am Dienstag hatte die Gemeinschaftswährung bei 1,1583 Dollar den höchsten Stand seit Mai 2016 erreicht. Am US-Rentenmarkt sanken richtungweisende zehnjährige Papiere um 2/32 Punkte auf 100 29/32 Punkte und rentierten mit 2,27 Prozent./ck/he

Von Claudia Müller, dpa-AFX

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