S&P 500, US78378X1072

NEW YORK - Die Anleger am New Yorker Aktienmarkt haben am Dienstag ihre Zurückhaltung aufgegeben und die Kurse wieder angetrieben.

24.01.2017 - 22:40:25

New York Schluss: Anleger fassen wieder Mut - Trump-Ankündigungen. Dabei stiegen der S&P 500 sowie die Indizes an der Nasdaq auf Rekordstände. Die Unsicherheit um die künftige Wirtschaftspolitik unter dem neuen US-Präsidenten scheint erst einmal verflogen. Donald Trump machte derweil mit weiteren Ankündigungen - die Öl- und Automobilbranche betreffend - von sich reden. "Die Politik bleibt der wichtigste Kurstreiber", sagte Mike van Dulken von Accendo Markets.

gewann 0,66 Prozent auf 2280,07 Punkte, nachdem er im Verlauf bis auf das Rekordhoch von 2284,63 Punkten vorgerückt war. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 kletterte um 0,70 Prozent auf 5101,06 Zähler. Er hatte zuvor bei 5108,22 Punkten ebenfalls eine Bestmarke erreicht. Auch der Nasdaq Composite stieg im Verlauf so hoch wie nie zuvor.

ÖL- UND AUTO-AKTIEN IM BLICK

Donald Trump hatte am Vortag mit seinen Ankündigungen ernst gemacht und das transpazifische Freihandelsabkommen TPP gekippt. Am Dienstag nun kündigte der Republikaner an, zwei umstrittene Öl-Pipeline-Projekte wieder aufzunehmen, die sein Vorgänger Barack Obama gestoppt hatte. Der Schritt gehört zum Konzept Trumps, alte fossile Energieträger zu befeuern. Aktien aus dem Ölsektor wie Chevron , ConocoPhillips , Halliburton oder Kinder Morgan legten zum Teil deutlich zu.

Die Papiere der Autobauer Ford und General Motors (GM) rückten um 2,44 beziehungsweise 0,95 Prozent vor, die Anteile von Fiat Chrysler sprangen gar um 5,84 Prozent hoch. Die Autowerte standen unter besonderer Beobachtung, weil Donald Trump die ranghohen Entscheider aus der Branche eingeladen hatte. Bei dem Treffen hatte Trump angekündigt, Umweltregulierungen zu verringern. Diese seien "außer Kontrolle geraten", so der Präsident. Ins Detail ging er dabei nicht. Trump versucht die US-Autokonzerne zudem davon zu überzeugen, ihre Produktion im Land zu lassen, anstatt sie nach Mexiko zu verlagern.

GESCHÄFTSZAHLEN VON DOW-KONZERNEN

Ansonsten stand die Bilanzsaison im Fokus. So legten unter anderem die Dow-Konzerne Dupont , Johnson & Johnson (J&J) , 3M , Verizon und Travelers Zahlen vor.

Die Verizon-Anteile belegten nach enttäuschenden Zahlen mit einem Abschlag von 4,37 Prozent den letzten Platz im Leitindex. Am Vorabend war außerdem bekannt geworden, dass sich die Übernahme von Yahoo durch den Telekomkonzern länger hinzieht. Die Papiere des angeschlagenen Internet-Pioniers zogen am Dienstag um 3,54 Prozent an. Der am Vorabend vorgelegte Zwischenbericht von Yahoo spiegelt zwar weiterhin nur durchwachsene Geschäfte wider, übertraf aber die Erwartungen.

Für die Papiere des Pharma- und Konsumgüterherstellers Johnson & Johnson (J&J) ging es angesichts eines enttäuschenden Ausblicks um 1,89 Prozent abwärts. Einbußen von 1,42 Prozent verzeichneten die Titel von 3M . Ein schwaches Elektronik-Geschäft und der starke Dollar hatten 2016 die Geschäfte des Mischkonzerns ausgebremst.

DUPONT AN DER DOW-SPITZE

Gewinne von 4,49 Prozent verbuchten indes die Aktien von Dupont , womit sie klar der beste Dow-Wert waren. Der vor einer Fusion mit dem Konkurrenten Dow Chemical stehende Chemiekonzern hatte seinen Gewinn im vierten Quartal kräftig gesteigert. Die Aktien von Dow Chemical gewannen mit plus 4,38 Prozent ebenfalls deutlich.

Der Schadenversicherer Travelers hatte im Schlussquartal dank besserer Kapitalerträge und der Beilegung eines Rechtsstreits deutlich mehr verdient als im Vorjahr und damit die Erwartung von Analysten übertroffen. Dennoch verloren die Aktien 1,02 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf ausgeweitete Verluste in der Autoversicherungssparte, die auf die Stimmung gedrückt hätten.

ALIBABA GLÄNZT

Die chinesische Handelsplattform Alibaba hatte im zurückliegenden Weihnachtsquartal den Umsatz kräftig gesteigert. Für die in New York notierten Titel ging es um 3,07 Prozent hinauf.

Der Euro gab im New Yorker Handel leicht nach. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,0732 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0748 (Montag: 1,0715) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9304 (0,9333) Euro. Am US-Rentenmarkt verloren richtungweisende zehnjährige Staatsanleihen 18/32 Punkte auf 95 31/32 Punkte und rentierten mit 2,46 Prozent./ajx/he

Von Achim Jüngling, dpa-AFX

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Aktien New York: Dow bröckelt ab - Turbulenzen im Weißen Haus. Der Abgang des rechtsgerichteten Chefstrategen von US-Präsident Donald Trump, Stephen Bannon, war der Höhepunkt einer an politischen Verwerfungen und Peinlichkeiten reichen Woche im Weißen Haus. Leicht positive Impulse kamen von der unerwartet guten US-Verbraucherstimmung im August. NEW YORK - Die US-Aktienmärkte haben wegen anhaltender Turbulenzen um die US-Regierung die Handelswoche mit leichten Verlusten abgeschlossen. (Boerse, 18.08.2017 - 22:29) weiterlesen...

Aktien New York: Dow berappelt sich etwas - Trump-Chefstratege Bannon geht. Der Stabschef des Präsidenten, John Kelly, und Bannon hätten sich darauf geeinigt, dass der Freitag Bannons letzter Arbeitstag sei, teilte das Weiße Haus mit. Zuvor hatten die Terroranschläge in Spanien und die Verunsicherung über die Politik Trumps für Belastung gesorgt. Leicht positive Impulse kamen von der unerwartet guten US-Verbraucherstimmung im August. NEW YORK - Der Abgang des rechtsgerichteten Chefstrategen von US-Präsident Donald Trump, Stephen Bannon, hat die US-Aktienmärkte am Freitag aus der Minuszone befördert. (Boerse, 18.08.2017 - 20:02) weiterlesen...

Aktien New York: Dow setzt Abwärtsbewegung gebremst fort. Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda sprach von einer anhaltenden Risikoscheu der Anleger wegen der Terroranschläge in Spanien und der hausgemachten Probleme von US-Präsident Donald Trump. Im Fokus steht zudem eine mögliche Milliarden-Übernahme im Energieversorgersektor sowie Daten zum Verbrauchervertrauen. NEW YORK - Nach deutlichen Vortagsverlusten sind die US-Aktienmärkte mit leichten Abschlägen in den Handel am Freitag gestartet. (Boerse, 18.08.2017 - 16:33) weiterlesen...

Aktien New York Ausblick: Wenig Bewegung nach Kursrutsch - Risikoscheu hält an. Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda sprach von einer anhaltenden Risikoscheu angesichts hausgemachter Probleme von US-Präsident Donald Trump und des Terroranschlags in Barcelona. Im Fokus stehen ansonsten eine mögliche Milliarden-Übernahme im Energieversorgersektor sowie Daten zum Verbrauchervertrauen. NEW YORK - Der Wall Street steht nach ihrem gestrigen Kursrutsch am Freitag ein lethargischer Handelsauftakt bevor. (Boerse, 18.08.2017 - 15:00) weiterlesen...

KORREKTUR/Aktien New York Ausblick: Wenig Bewegung nach Kursrutsch. (Korrigiert wurden im letzten Satz die Angaben zur vorbörslichen Kursentwicklung bei Deere & Co.) KORREKTUR/Aktien New York Ausblick: Wenig Bewegung nach Kursrutsch (Boerse, 18.08.2017 - 14:54) weiterlesen...

Aktien New York Schluss: Dow mit höchstem Tagesverlust seit drei Monaten. NEW YORK - Befürchtungen um die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump sowie neu entfachte Terrorängste haben die Anleger an den US-Aktienmärkten am Donnerstag in die Flucht getrieben. Der Dow Jones Industrial fiel über den gesamten Handelsverlauf langsam aber stetig und schloss 1,24 Prozent tiefer bei 21 750,73 Punkten auf seinem Tagestief. Dies war zudem der niedrigste Stand seit rund drei Wochen und der höchste Tagesverlust seit dem 17. Mai 2017. Aktien New York Schluss: Dow mit höchstem Tagesverlust seit drei Monaten (Boerse, 17.08.2017 - 22:42) weiterlesen...