MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Vor der bedeutenden Notenbankkonferenz im US-amerikanischen Jackson Hole haben sich die Anleger am Donnerstag ein Stück weit aus der Deckung gewagt.

24.08.2017 - 14:47:24

Aktien Frankfurt: Kurse legen leicht zu. Der Dax legte bis zum Nachmittag 0,41 Prozent zu auf 12 223,62 Punkte und glich damit die Vortagesverluste nahezu aus.

mit den Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen sank derweil um 0,25 Prozent auf 24 855,65 Punkte.

Nach dem Rückschlag Mitte Juni hatte sich der Dax zuletzt zwischen 12 000 und 12 300 Punkten eingependelt. Nun warten die Anleger auf die Notenbankkonferenz in Jackson Hole, die am heutigen Donnerstag beginnt. Besonders interessiert sie die Rede von EZB-Präsident Mario Draghi, die allerdings erst am Freitag nach Börsenschluss auf der Agenda steht. Äußert sich Draghi darin zum Ausstieg aus dem Wertpapierkaufprogramm oder zur Stärke des Euro? Dem Vernehmen nach scheint dies zwar eher unwahrscheinlich, dennoch werden Investoren jedes Wort auf die Goldwaage legen.

BOSS UND COVESTRO NACH EMPFEHLUNGEN GEFRAGT

Nach recht positiven Analystenkommentaren waren Aktien von Hugo Boss und Covestro bei den Anlegern sehr gefragt. Bei Boss sah Analystin Zuzanna Pusz von HSBC in der Wachstumsbeschleunigung im zweiten Quartal die ersten klaren Zeichen, dass die neue Strategie des Modekonzerns Früchte trägt. Sie stockte das Kursziel daraufhin deutlich auf und blieb bei ihrer Kaufempfehlung. Boss-Aktien legten um 2,6 Prozent zu.

Bei dem von Bayer abgespaltenen Kunststoff-Spezialisten Covestro gab HSBC-Experte Sriharsha Pappu seine negative Haltung auf. Die Auslastung im Polyurethan-Geschäft sei inzwischen doch höher als ursprünglich von ihm angenommen, lautet seine Begründung. Die Aktie kletterte um 1,5 Prozent.

Für Stada-Aktien ging es den fünften Tag in Folge nach oben. Mit einem Kursplus von 3,7 Prozent summierte sich die Gewinnstrecke seit Freitag auf 26 Prozent. Der Arzneimittelhersteller wird von den Investoren Bain Capital und Cinven übernommen. Am Vorabend hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise berichtet, der aktivistische Investor Singer kaufe über seinen Hedgefonds Elliott weitere Stada-Aktien am Markt.

THYSSENKRUPP-ANLEGER FÜRCHTEN 'DEUTSCHE STAHL AG'

Gegen den Trend etwas abwärts ging es für die Papiere von Thyssenkrupp . Politiker und Gewerkschaftler wollen einem Pressebericht zufolge die angepeilte Fusion der Stahlsparte von Thyssenkrupp mit dem indischen Branchenriesen Tata Steel verhindern. Dazu solle eine "Deutsche Stahl AG" gegründet werden, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise.

Die geplante Fusion wird von Börsianern sehr positiv gesehen - platzt sie, wäre es eine herbe Enttäuschung. Ein Händler wertete die Pläne allerdings als reines "Wahlkampfgetöse" gegen den von den Gewerkschaften befürchteten Stellenabbau. Für wichtiger hält er japanische Medienberichte, wonach sich der Stahlkonzern Nippon Steel & Sumitomo Metal Corp mit dem Autobauer Toyota Motor auf niedrigere Preise geeinigt habe. Das habe die Branche im asiatischen Handel belastet.

Auch Salzgitter-Aktien wurden von Anlegern verkauft. Der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller lehnt eine Deutsche Stahl AG jedoch ab. Eine Fusion komme für Salzgitter nicht in Frage, sagte ein Sprecher. Die Eigenständigkeit sei bislang der beste Weg gewesen.

VORWÜRFE GEGEN STEINHOFF

Ein Bericht des "Manager Magazins" setzte die Papiere des Möbel- und Einzelhändlers Steinhoff schwer unter Druck: Sie verloren am MDax-Ende über 6 Prozent. Dem Magazin zufolge soll das Unternehmen ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten sein. Bereits 2015 und damit vor dem Börsengang hatte es ähnliche Berichte gegeben.

Aktien von CTS Eventim fielen nach dem Zwischenbericht zum ersten Halbjahr um mehr als 4 Prozent. Im Segment Live Entertainment habe sich das starke Wachstum im ersten Quartal im zweiten Quartal nicht fortgesetzt, schrieb Gunnar Cohrs von Berenberg. Das zweite Quartal sei jedoch in diesem Segment das mit Abstand wichtigste des Jahres für den Tickethändler.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

KORREKTUR/Aktien Frankfurt Ausblick: Investoren halten sich zurück (Der X-Dax wurde aus dem ersten Absatz gestrichen. (Boerse, 13.12.2017 - 08:27) weiterlesen...

Aktien Frankfurt Ausblick: Investoren halten sich vor US-Zinsentscheid zurück. Nach den Kursgewinnen vom Vortag deutet der X-Dax zeichnete sich ebenfalls nur wenig Bewegung ab. FRANKFURT - In Erwartung der nächsten Zinserhöhung in den USA dürften es Anleger am Mittwoch vorerst ruhiger angehen lassen. (Boerse, 13.12.2017 - 08:19) weiterlesen...

dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Etwas stabiler erwartet FRANKFURT (dpa-AFX) (Boerse, 13.12.2017 - 07:33) weiterlesen...

Aktien Frankfurt Schluss: Dax lässt sich von Wall Street mitziehen. Im Gleichschritt mit den US-Börsen baute der Dax seine Gewinne im Tagesverlauf aus. Mit einem Plus von 0,46 Prozent auf 13 183,53 Punkte ging er auf dem höchsten Stand des Tages aus dem Handel. Eine Attacke auf die schwierige Hürde von 13 200 Punkten, an der er sich seit einem Monat die Zähne ausbeißt, scheiterte damit einmal mehr. FRANKFURT - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Dienstag vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen letztlich doch noch aus der Deckung gewagt. (Boerse, 12.12.2017 - 18:19) weiterlesen...

Aktien Frankfurt: Leichter Auftrieb vor Notenbanksitzungen. Leicht negative Impulse kamen von der Nachricht eingetrübter Wirtschaftsaussichten deutscher Finanzexperten: So fiel der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Dezember um unerwartet deutliche 1,3 Punkte. FRANKFURT - Vorsichtig optimistisch haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen gezeigt. (Boerse, 12.12.2017 - 14:55) weiterlesen...

Aktien Frankfurt: Dax kommt nicht vom Fleck. Leicht negative Impulse kamen von der Nachricht verschlechterter Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten: So fiel der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Dezember um unerwartet deutliche 1,3 Punkte. FRANKFURT - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt sind am Dienstag vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen in Deckung gegangen. (Boerse, 12.12.2017 - 12:03) weiterlesen...