MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Nach neuen Daten zum US-Arbeitsmarkt hat der Dax am Mittwochnachmittag erneut die Marke von 12 000 Punkten getestet.

08.03.2017 - 15:10:24

Aktien Frankfurt: Dax testet erneut die 12 000-Punkte-Marke - Adidas begeistert. Der Leitindex rückte nach der Zahlenveröffentlichung kurz bis auf 12 005 Zähler vor, stand zuletzt aber mit plus 0,20 Prozent auf 11 989,84 Punkten wieder unter der runden Marke. Schon seit Wochenanfang erweisen sich die 12 000 Punkte als zäher Widerstand. Der hohe Kurszuwachs bei den Adidas-Aktien verhinderte am Mittwoch eine schwächere Entwicklung im Dax.

ging es indes um 0,47 Prozent nach oben auf 1950,96 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,26 Prozent.

In der US-Privatwirtschaft wurden nach Zahlen des Dienstleisters ADP im Februar deutlich mehr Stellen geschaffen als erwartet. Der US-Dollar legte nach Bekanntwerden der Daten zu. Der im Gegenzug zeitweise bis auf 1,0535 Dollar nachgebende Euro stützte wiederum den deutschen Aktienmarkt. Die ADP-Daten gelten als Richtschnur für den monatlichen Arbeitsmarktbericht der Regierung. Dieser wird am Freitag veröffentlicht. Nach wie vor spielt der Arbeitsmarkt eine große Rolle für die Geldpolitik der US-Notenbank, von der in der kommenden Woche eine weitere Zinsanhebung erwartet wird.

ADIDAS IN TOP-FORM

Im Dax steht Adidas im Rampenlicht. Für den Herzogenauracher Sportartikelkonzern läuft es zur Zeit richtig gut. So gut, dass der seit rund einem halben Jahr amtierende Vorstandschef Kasper Rorsted nun die Ziele für 2020 anhob. Händler sprachen zudem von sehr guten Zahlen für 2016. Die Begeisterung der Anleger drückte sich in dem Kursanstieg von fast 8 Prozent auf 172,40 Euro entsprechend aus. In der Spitze legten die Papiere bis auf ein neues Rekordhoch von 174,50 Euro zu.

Die Adidas-Aktien laufen nun schon seit mehr als zwei Jahren ungemein stark. 2015 und 2016 waren sie mit einem Kurszuwachs von 56 beziehungsweise 67 Prozent der jeweils beste Wert im Dax. 2017 beläuft sich das Plus bereits auf fast 15 Prozent.

Nach einer Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux zählten zudem die Aktien von Infineon mit einem Plus von etwas mehr als 1 Prozent zu den Dax-Favoriten. Analyst Sebastien Sztabowicz konstatierte im Vergleich zum Ende 2016 eine deutlich verbesserte Ausgangslage für die Halbleiterbranche.

AKTIE GELB VERLIERT DEUTLICH

Die Titel der Deutschen Post rutschten kurzzeitig um 5 Prozent unter ihr Februartief ab, was einige Anleger aber sofort zum Wiedereinstieg nutzten und somit die Kursverluste begrenzten. Zuletzt verloren die Titel als zweitschwächster Dax-Wert 2,22 Prozent. Der Jahresbericht der Bonner sei zwar solide, aber letztlich doch wenig inspirierend, hieß es aus dem Handel. Nach dem starken Lauf der Aktien in den vergangenen zwölf Monaten machten die Anleger nun Kasse.

Unter den größten Dax-Verlierern waren zudem die Papiere von Beiersdorf mit minus 1,75 Prozent. Händler monierten den Ausblick des Konsumgüterherstellers.

PFANDBRIEFBANK ERFREUT MIT DIVIDENDE

Im MDax eroberten die Titel der Deutschen Pfandbriefbank mit einem Plus von fast 6 Prozent die MDax-Spitze. Analyst Michael Dunst von der Commerzbank sah sowohl das Ergebnis für das vierte Quartal als auch den Dividendenvorschlag für 2016 über den Erwartungen.

Spitzenreiter im TecDax waren die Papiere von Sartorius mit einem Aufschlag von gut sechseinhalb Prozent. Die Commerzbank sieht die Übernahme von Essen BioScience sehr positiv. Der Labor- und Pharmazulieferer stelle sich damit in einem der interessantesten Bereiche der Arzneimittelforschung, der Zellanalytik, breiter auf.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,07 Prozent am Vortag auf 0,09 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,10 Prozent auf 142,44 Punkte. Der richtungsweisende Bund Future (Juni-Kontrakt) verlor 0,36 Prozent auf 160,69 Punkte. Der Euro wurde zuletzt mit 1,0553 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,0576 (Montag: 1,0592) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9455 (0,9441) Euro./ajx/fbr

Von Achim Jüngling, dpa-AFX

@ dpa.de

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