MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Mit moderaten Verlusten haben sich deutsche Standardaktien vor der US-Leitzinsentscheidung am Mittwoch präsentiert.

14.12.2016 - 12:08:24

Aktien Frankfurt: Gespannte Ruhe vor US-Zinsentscheid. Technologiewerte verzeichneten tendenziell größere Abgaben. Die amerikanische Notenbank Fed dürfte zum zweiten Mal nach der weltweiten Finanzkrise ihren Leitzins anheben. Ein Zinsschritt gilt am Markt aber als eingepreist. Aus Expertensicht ist es deshalb auch viel interessanter, welchen Kurs die Fed im kommenden Jahr fährt.

der mittelgroßen Werte verlor 0,22 Prozent auf 21 720,58 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,87 Prozent auf 1734,86 Punkte abwärts. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone sank um 0,53 Prozent auf 3219,48 Zähler.

PFANDBRIEFBANK BRECHEN EIN

Unter den Einzelwerten standen vor allem die Papiere der Deutschen Pfandbriefbank im Anlegerfokus. Sorgen um eine mögliche Haftung für Altlasten der Hypo Real Estate (HRE) ließen die Aktien des Instituts um mehr als 8 Prozent einbrechen. Die Rechtsnachfolgerin der HRE muss möglicherweise für Verluste von umgerechnet 134 Millionen Euro durch ausgelagerte HRE-Kredite haften. Equinet-Analyst Philipp Häßler sprach von einer klar negativen Überraschung, die zu einer Kürzung der regulären Dividende und einem Wegfall der erwarteten Sonderausschüttung führen könnte.

Die Aurubis-Papiere fielen um mehr als 1 Prozent. Der Kupferhersteller rechnet nach einem schwachen Geschäftsjahr trotz hoher Unsicherheiten wieder mit mehr Schwung. Im laufenden Geschäftsjahr 2016/17 soll der Gewinn vor Steuern "deutlich" zulegen. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr sackte das operative Ergebnis vor Steuern um 38 Prozent ab. Der Umsatz fiel wegen niedrigerer Kupferpreise um 14 Prozent.

METRO AN MDAX-SPITZE NACH ZAHLEN

Die Metro-Aktien reagierten mit einem Kurssprung von zuletzt mehr als 4 Prozent auf aktuelle Geschäftszahlen und den Dividendenvorschlag. Zwischenzeitlich erreichten sie den höchsten Stand seit über 18 Monaten und standen an der Spitze des MDax. Der vor seiner Aufspaltung stehende Handelskonzern will seinen Aktionären für das Geschäftsjahr 2015/16 (Ende September) wie im Vorjahr eine Dividende von 1 Euro je Stammaktie zahlen.

Aktien von Wirecard gerieten hingegen weiter unter Druck. Nach einer Abstufung der Investmentbank Morgan Stanley sanken die Papiere des Zahlungsabwicklers zuletzt um 5 Prozent auf das tiefste Niveau seit Juli. Morgan-Stanley-Analyst Andrew Humphrey äußerte Bedenken hinsichtlich der Wachstumsqualität von Wirecard.

CARL ZEISS AUF SECHSMONATSHOCH

Eine Kaufempfehlung der Investmentbank HSBC trieb die Aktien von Carl Zeiss Meditec deutlich an. Mit plus 5 Prozent wurden die Papiere des Medizintechnikunternehmens auf dem höchsten Niveau seit Juli gehandelt. Die Expertise in der Lasertechnologie werde das Umsatzwachstum weiter in Schwung halten, erklärte Analyst Richard Latz. Positive Überraschungen hält er zudem im Bereich der Neurochirurgie für möglich./edh/fbr

Von Eduard Holetic, dpa-AFX

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