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FRANKFURT - Die Rekordjagd an der Wall Street hat am Dienstag auch dem Dax zu einer neuen Bestmarke verholfen.

20.06.2017 - 12:05:41

Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax folgt Rekordjagd an der Wall Street. In den ersten Handelsminuten legte der deutsche Leitindex um 0,40 Prozent auf 12 940,04 Punkte zu. Damit knüpfte er an die jüngsten Gewinne an und ließ sein jüngst erreichtes Rekordhoch von 12 921 Punkten locker hinter sich, an dessen Überwindung er zu Wochenbeginn noch knapp gescheitert war.

rückte um 0,36 Prozent auf 3592,54 Punkte vor.

EXPERTEN UNEINS ÜBER WEITERE RICHTUNG

Über die weitere Dax-Richtung gehen die Expertenmeinungen auseinander. Nach dem Sprung über den bisherigen Rekordstand könnte es "zu einer Art 'short squeeze' kommen", schrieb Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba. Darunter verstehen Börsianer Aktienkäufe von Anlegern, die mit Wetten auf fallende Kurse auf dem falschen Fuß erwischt worden sind und mit Deckungskäufen die Kurse weiter nach oben treiben. Bei der nahenden Marke von 13 000 Punkten könnten Anleger versucht sein, die Kursgewinne zu versilbern, glaubt hingegen Milan Cutkovic vom Wertpapierhändler AxiTrader.

Am Montag waren sowohl der US-Leitindex Dow Jones Industrial , als auch der marktbreite S&P-500-Index so hoch gestiegen wie niemals zuvor. Ebenfalls wichtig für die Anlegerstimmung ist aber, dass die zuletzt unter Druck geratenen Technologiewerte eine deutliche Erholung schafften.

PROSIEBENSAT.1 PROFITIERT VON VERKAUF

Spitzenreiter im Dax war am Dienstag ProSiebenSat.1 : Die Aktien des Medienkonzerns profitierten mit plus 2,36 Prozent vom Verkauf des schwedischen Reiseportal-Betreibers Etraveli an den Finanzinvestor CVC für rund eine halbe Milliarde Euro. Gezahlt hatte ProSiebenSat.1 ursprünglich weniger als die Hälfte. Der Verkaufserlös soll in weiteres Wachstum fließen.

Eine Kaufempfehlung der US-Bank Merrill Lynch bescherte Eon einen Kursanstieg von 1,95 Prozent. Damit setzten die Anteilsscheine des Versorgers ihre Rally fort - sie hatten schon zuletzt von positiven Analystenkommentaren profitiert. Für die jüngst ebenfalls stark gelaufenen Aktien von Konkurrent RWE ging es indes um 0,15 Prozent bergab, nachdem das Analysehauses Kepler Cheuvreux zum Verkauf geraten hatte.

ANGST VOR US-SCHUTZZÖLLEN BELASTET STAHLAKTIEN

Deutsche Stahlwerte litten unter der Furcht vor amerikanischen Schutzzöllen. US-Handelsminister Wilbur Ross hatte in einem Interview mit Bloomberg TV angedeutet, Präsident Donald Trump sei geneigt, Schritte zum Schutz der Branche zu unternehmen. Bereits zuletzt hatte es Dumping-Vorwürfe der US-Regierung gegen mehrere ausländische Stahlproduzenten gegeben, darunter auch gegen die deutsche Salzgitter AG . Deren Aktien waren mit minus 1,16 Prozent Schlusslicht im MDax. Im Dax sanken die zuletzt gut gelaufenen Thyssenkrupp-Titel um 0,56 Prozent.

Beim Stahlhändler Klöckner & Co drückte Börsianern zufolge eine nachbörsliche Gewinnwarnung des amerikanischen Branchenkollegen Reliance Steel & Aluminum auf die Stimmung: Für die Aktien ging es im Kleinwerte-Index SDax um 0,09 Prozent nach unten. Die Aktien der Amerikaner hatten nach der Schlussglocke an der Wall Street knapp 7 Prozent eingebüßt.

LAMPE-KAUFEMPFEHLUNG BEFLÜGELT OSRAM

Die Anteilseigner des Lichtspezialisten Osram konnten sich hingegen über ein Rekordhoch freuen. Dank einer Kaufempfehlung des Bankhauses Lampe belegten die Aktien mit zuletzt plus 3,45 Prozent den Spitzenplatz im MDax.

Bei den Technologiewerten knüpften SLM Solutions mit plus 0,91 Prozent an den freundlichen Vortag an. Zu Wochenbeginn waren die Aktien des zuletzt schwächelnden 3D-Drucker-Herstellers sichtbar von der Hoffnung auf einen Großauftrag aus Italien angetrieben worden.

Ähnlich erging es im SDax den Titeln der Startup-Schmiede Rocket Internet , die sich um weitere 3,50 Prozent erholten. Beim Börsengang des Essens-Lieferdienstes Delivery Hero (Lieferheld, Pizza.de, Foodora), an dem Rocket Internet mit gut einem Drittel beteiligt ist, zeichnet sich laut Management eine gute Nachfrage nach den Aktien ab./gl/das

Von Gerold Löhle, dpa-AFX

@ dpa.de

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