MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Die französische Präsidentschaftswahl am Wochenende hat den Dax am Freitag weitgehend gelähmt.

21.04.2017 - 11:48:23

Aktien Frankfurt: Zurückhaltung vor Frankreichs Schicksalswahl. "Vor der Wahl in Frankreich wollen die Anleger keine großen Risiken eingehen. Daher sollte sich im Deutschen Aktienindex die Konsolidierung fortsetzen", glaubt Milan Cutkovic, Marktanalyst von AxiTrader.

gewann 0,32 Prozent auf 2023,76 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,26 Prozent abwärts.

SOFTWARE AG NACH ZAHLEN AUF 6-MONATS-HOCH

Aus Branchensicht waren Stahlwerte am Freitag gefragt. Auch europaweit stand der Rohstoffsektor klar an der Spitze. Die Papiere von Thyssenkrupp kletterten an der Dax-Spitze um 0,8 Prozent. Salzgitter-Aktien waren mit einem Plus von 1,9 Prozent bester Wert im MDax. Am Donnerstag hatten die Stahlaktien wegen erneut gefallener Preise für Industrierohstoffe noch kräftig an Wert eingebüßt.

Unter den Einzelwerten standen Software AG nach der Bekanntgabe unerwartet guter Quartalszahlen im Anlegerfokus. Sie stiegen bis auf 38,95 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Oktober 2016. Zuletzt lagen sie mit einem Gewinn von 7,5 Prozent klar an der TecDax-Spitze. Tatsächlich hinkten die Aktien seit einiger Zeit der Marktentwicklung hinterher. In den vergangenen zwölf Monaten legte der Aktienkurs inklusive des aktuellen Kurssprungs um rund 15 Prozent zu und damit deutlich weniger als der TecDax.

Die zuletzt schwächelnden Aktien von SLM Solutions kletterten um 4,1 Prozent nach oben. Die Papiere des Herstellers von 3D-Druckern waren seit Mitte des Monats um rund 9 Prozent abgerutscht. Auftrieb gab Börsianern zufolge nun die Kaufempfehlung eines Börsenmagazins.

BVB-PAPIERE AUF ERHOLUNGSKURS

Für die BVB-Titel ging es um 3,4 Prozent aufwärts, nachdem sie am Vortag wegen des Ausscheidens des Fußball-Bundesligisten aus der Champions League um mehr als 3 Prozent abgesackt waren. Für Aufsehen sorgte dabei die Nachricht, dass die Polizei einen Tatverdächtigen wegen des Sprengstoffanschlags auf den BVB-Mannschaftsbus festgenommen hat. Laut Mitteilung der Bundesanwaltschaft scheint der mutmaßliche Täter auf einen durch den Anschlag verursachten Kursverlust der BVB-Aktie gesetzt zu haben, um dadurch einen Millionengewinn einstreichen zu können.

Die Papiere von Gea und Beiersdorf verloren 1 beziehungsweise 1,6 Prozent. Beide Aktien werden am Freitag mit Dividendenabschlägen gehandelt. Der Maschinen- und Anlagenbauer schüttet 0,80 Euro je Aktie aus, der Konsumgüterkonzern zahlt seinen Aktionären 0,70 Euro je Anteil./edh/mis

Von Eduard Holetic, dpa-AFX

@ dpa.de

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