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FRANKFURT - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Freitag angesichts weiter schwelender Zweifel an der schnellen Umsetzbarkeit der Wahlversprechen des US-Präsidenten Donald Trump bedeckt gehalten.

24.03.2017 - 10:10:46

Aktien Frankfurt Eröffnung: Unsicherheit über US-Reformen dämpft Kauflaune. Der deutsche Leitindex fiel in den ersten Handelsminuten um 0,12 Prozent auf 12 025,31 Punkte. Tags zuvor hatte der Dax noch verlorenen Boden deutlicher gut gemacht. Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba bezeichnete dies allerdings zunächst nur als eine Gegenreaktion nach zuvor schwächeren Handelstagen. Schließlich habe sich an den Rahmenbedingungen kaum etwas verändert.

noch verlorenen Boden gut gemacht. Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba bezeichnete dies allerdings zunächst nur als eine Gegenreaktion nach zuvor schwächeren Handelstagen. Schließlich habe sich an den Rahmenbedingungen kaum etwas verändert.

Am Markt wird weiter auf eine eigentlich für den gestrigen Donnerstag angesetzte Abstimmung im US-Repräsentantenhaus über Donald Trumps Gesundheitsreform gewartet. Wegen einer drohenden Schlappe wurde diese aber verschoben. Das Votum wird als Stimmungstest gesehen, wie einfach Trump seine Pläne auch mit Blick auf Infrastrukturausgaben und eine Steuerreform durchsetzen kann.

MERCK KGAA MIT ZULASSUNGSERFOLG

Die Aktien des Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA verteuerten sich nach einem Zulassungserfolg für den Hoffnungsträger Avelumab um 2,20 Prozent. Die US-Gesundheitsbehörde FDA gab das gemeinsam mit dem US-Pharmakonzern Pfizer entwickelte Mittel zur Behandlung eines aggressiven und seltenen Hautkrebstyps (Merkelzellkarzinom) zum Verkauf frei.

Für die Papiere des Energiekonzerns RWE ging es um 1,74 Prozent auf den höchsten Stand seit Oktober nach oben. Hier verwiesen Händler auf eine Empfehlung des Investmenthauses Kepler Cheuvreux. Die Aktien des Anlagenbauers Gea Group profitierten laut Börsianern mit einem Plus von rund zweieinhalb Prozent von einem positiven Kommentar des Bankhauses Lampe. Rheinmetall-Anteilsscheine näherten sich mit einem Kurssprung um rund 4 Prozent weiter in großen Schritten ihrem Rekordhoch aus dem Jahr 2007.

ABSTUFUNGEN BELASTEN ALLIANZ UND WACKER CHEMIE

Die Anteilsscheine der Allianz fielen hingegen nach einer Verkaufsempfehlung der französischen Bank Societe Generale als Schlusslicht im Dax um 1,37 Prozent. Wacker-Chemie-Papiere gerieten nach einem skeptischen Kommentar der australischen Bank Macquarie unter Druck. Sie gaben um 2,41 Prozent nach.

Im Kleinwerte-Index SDax rauschten die Papiere des Biotech-Unternehmens Biotest um rund 9 Prozent nach unten. Der Kooperationspartner ImmunoGen entschied sich für den US-Markt gegen eine Beteiligung an der Entwicklung und Vermarktung von Indatuximab Ravtansine (BT-062), wie Biotest mitteilte. Hätte sich ImmunoGen dafür entscheiden, wäre eine hohe Zahlung an Biotest fällig geworden.

AUMANN NACH BÖRSENGANG GEFRAGT

Der Maschinenbauer Aumann feierte indes ein erfolgreiches Börsendebüt. Die zu je 42 Euro an die Anleger ausgegebenen Aktien wurden auf Xetra zuletzt mit 48,70 Euro gehandelt.

@ dpa.de

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