MDAX, DE0008467416

FRANKFURT - Der Dax hat am Freitag seiner jüngst guten Entwicklung ein wenig Tribut gezollt.

31.03.2017 - 10:28:41

Aktien Frankfurt Eröffnung: Zurückhaltung am Ende eines starken Quartals. Zum Abschluss eines starken ersten Quartals dürfte eine neue Rekordmarke damit erst einmal auf sich warten lassen.

verlor 0,22 Prozent auf 2035,71 Punkte, behauptete sich aber auf dem höchsten Niveau seit dem Jahr 2001. Der Eurozonen-Leitindex fiel um 0,27 Prozent zurück.

POSITIVE KONJUNKTURSIGNALE

Der solide Jahresstart der Aktienmärkte sei angesichts der geldpolitischen Straffung in den USA, des nicht gerade reibungslosen Starts der neuen US-Regierung unter Donald Trump sowie der politischen Risiken in Europa umso beeindruckender, sagte Analyst Michael Hewson von CMC Markets.

Für Rückenwind sorgten jüngst denn auch vor allem gute Konjunkturdaten. Auch zum Wochenschluss gab es postive Signale. Während bei den staatlichen chinesischen Industriebetrieben die Stimmung so gut ist wie seit Jahren nicht mehr, erholte sich die japanische Industrieproduktion im Februar von ihrem schwachen Jahresauftakt. Zudem legten die deutschen Einzelhandelsumsätze im vergangenen Monat überraschend stark zu und die Arbeitslosenzahl sank im März.

STAHLWERTE LEIDEN UNTER DUMPING-VORWÜRFEB AUS DEN USA

Am deutschen Aktienmarkt litten Stahlaktien unter Vorwürfen gegen die Branche. Die US-Regierung hat nach eigenen Angaben eine Reihe ausländischer Produzenten des Preis-Dumpings überführt, darunter die deutschen Firmen Salzgitter und Dillinger Hütte - Handelsminister Wilbur Ross drohte mit Konsequenzen wie etwa rückwirkenden Zöllen.

Salzgitter gehörten mit minus 1,53 Prozent zu den größten Verlierern im MDax. Die Aktien des im Dax gelisteten Industrie- und Stahlkonzerns Thyssenkrupp verbilligten sich um 0,63 Prozent, und im Kleinwerte-Index SDax verloren die Titel des Stahlhändlers Klöckner & Co 1,40 Prozent.

Dagegen profitierte Symrise im MDax mit plus 1,76 Prozent laut einem Händler von einer Hochstufung der Papiere des Aromen- und Duftstoffherstellers durch die französische Bank Exane BNP Paribas.

NEMETSCHEK STARK TROTZ MÄSSIGEN AUSBLICKS - RIB SOFTWARE SCHWACH

Bei den Technologiewerten trumpften Nemetschek mit einem Kurssprung von 8,38 Prozent auf 55,77 Euro auf. Damit notierten sie so hoch wie zuletzt im November. Der Geschäftsausblick blieb zwar teils hinter den Erwartungen zurück. Einem Analysten zufolge tendiert das Unternehmen zu Jahresbeginn aber eher zur Vorsicht. Die Papiere des Branchenkollegen RIB Software fielen indes am TecDax-Ende um 3,70 Prozent. Auch hier monierte ein Händler den Geschäftsausblick.

Außerhalb der wichtigen Indizes schossen die Aktien des Photovoltaik-Unternehmens Phoenix Solar bis auf 3,37 Euro hoch, was den höchsten Stand seit September bedeutete. Zuletzt gewannen sie noch 11,81 Prozent auf 3,343 Euro hoch. Hier feierten die Anleger den ersten operativen Gewinn seit 7 Jahren.

@ dpa.de

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