Architektur, Wohnungsbau

Der in Österreich seit Jahrzehnten bewährte Standard, um die gebaute Umwelt barrierefrei zu gestalten, ist die ÖNORM B 1600.

04.04.2017 - 09:01:29

Barrierefreiheit: Alle Türen müssen nun leicht bedienbar sein. Die darin enthaltenen Planungsgrundsätze umfassen bauliche Maßnahmen, Einrichtungen und Ausstattungen sowie Kennzeichnungen, die notwendig sind, um die unterschiedlichen physischen Möglichkeiten von Menschen berücksichtigen zu können.

Wien (pts011/04.04.2017/09:00) - Der in Österreich seit Jahrzehnten bewährte Standard, um die gebaute Umwelt barrierefrei zu gestalten, ist die ÖNORM B 1600. Die darin enthaltenen Planungsgrundsätze umfassen bauliche Maßnahmen, Einrichtungen und Ausstattungen sowie Kennzeichnungen, die notwendig sind, um die unterschiedlichen physischen Möglichkeiten von Menschen berücksichtigen zu können.

Damit ist es behinderten Menschen und Personen, die vorübergehend beeinträchtigt sind, möglich, Gebäude und Anlagen weitgehend ohne fremde Hilfe zu benutzen. Außerdem ist es damit einfacher, auch bei unvorhergesehener Behinderung und im Alter bei gegebenenfalls geringfügigen Adaptierungen in der gewohnten Umgebung zu bleiben. Die Norm sagt aber ausdrücklich nicht, ob ein Gebäude barrierefrei ausgeführt werden muss - das ist Aufgabe des Gesetzgebers bzw. des Bauherrn -, sondern sie sagt, wie man diese Aufgabe am besten und im Sinne aller Betroffenen löst.

Die zuletzt gültige Ausgabe aus dem Jahr 2013 wurde nun in einem speziellen Kapitel überarbeitet: konkret bei den Bedienkräften von Türen. Die Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, Niederösterreich und Burgenland hatte dazu einen entsprechenden Projektantrag bei Austrian Standards eingebracht. Das OIB - Österreichisches Institut für Bautechnik und die zuständigen Stellen der Stadt Wien haben das Projekt unterstützt. Der Vorschlag wurde einem öffentlichen Anhörungsverfahren unterzogen und der Abschnitt 5.1.5 "Türen" geändert. Kernaussage: "Türen mit und ohne Türschließer müssen im Regelbetrieb leicht bedienbar sein." Wie dies erreicht werden kann, beschreibt nun die Neuausgabe, die mit 1. April vorliegt. In Verbindung damit wurde der Anhang D "Prüfanordnung für die Messung der Bedienkräfte von Türen vor Ort" zur Gänze gestrichen. Alle anderen Abschnitte blieben unverändert.

"Die jetzt abgeschlossene Änderung zeigt, wie wichtig es ist, dass die Anwender ihre konkreten Erfahrungen in die Normung einbringen", erklärt dazu Stefan Wagmeister, zuständiger Komitee-Manager bei Austrian Standards, "denn nur so lassen sich Standards noch besser machen und wenn möglich auch vereinfachen."

Bibliografie: ÖNORM B 1600 Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen (Neuausgabe 1. April 2017) Erhältlich bei Austrian Standards: http://bit.ly/B1600Serie

Weitere Informationen: https://www.austrian-standards.at/barrierefrei

(Ende)

Aussender: Austrian Standards Institute - Österreichisches Normungsinstitut Ansprechpartner: Dr. Johannes Stern Tel.: +43 1 21300-317 E-Mail: j.stern@austrian-standards.at Website: www.austrian-standards.at

Wien (pts011/04.04.2017/09:00)

@ pressetext.de

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