Federacion Nacional de Cafeteros de Colombia-Fondo Nacional del Café, Consumer Goods

Der Aktionsplan, der von den Interessenvertretern der globalen Wertschöpfungskette und mit UnterstĂŒtzung der International Coffee Organization (ICO) entwickelt werden soll, muss konkrete Ziele, den Zeitraum zum Erreichen dieser Ziele und die erforderliche Finanzierung festlegen.

14.07.2017 - 23:36:13

Das erste World Coffee Producers Forum entwickelt Roadmap zur BewÀltigung gemeinsamer Herausforderungen

Zu den verabschiedeten BeschlĂŒssen des Forums, das am Mittwoch endete, gehören die Entwicklung eines Aktionsplans mit spezifischen Zielen, die DurchfĂŒhrung einer unabhĂ€ngigen Studie und die Bildung eines Komitees unter breiter Beteiligung der verschiedenen Glieder der globalen Kaffee-Wertschöpfungskette. MEDELLIN, Kolumbien, 14. Juli 2017 (GLOBE NEWSWIRE) Das erste World Coffee Producers Forum, an dem Vertreter der gesamten Kaffee-Wertschöpfungskette teilnahmen, wurde am Mittwoch mit einer SchlusserklĂ€rung beendet, die einen Aktionsplan fĂŒr die BewĂ€ltigung gemeinsamer Herausforderungen sowie spezifische Maßnahmen vorsieht.

Der Aktionsplan, der von den Interessenvertretern der globalen Wertschöpfungskette und mit UnterstĂŒtzung der International Coffee Organization (ICO) entwickelt werden soll, muss konkrete Ziele, den Zeitraum zum Erreichen dieser Ziele und die erforderliche Finanzierung festlegen.

Dieser Aktionsplan muss sich mit den Problemen der Kaffee-Sektoren der verschiedenen Regionen der Welt befassen: niedrige Preise und eine ĂŒbermĂ€ĂŸige VolatilitĂ€t fĂŒr die Produzenten (der Großteil der Gewinne wird in den anderen Gliedern der Kette erzielt), die Anpassung an den Klimawandel, weniger ArbeitskrĂ€fte, reduzierter Generationenwechsel und prekĂ€re soziale VerhĂ€ltnisse der Erzeuger.

Unter BerĂŒcksichtigung der im Forum geĂ€ußerten Empfehlungen soll der Aktionsplan auch auf einer Studie basieren, die von einem unabhĂ€ngigen Gremium durchgefĂŒhrt werden soll, um die Entwicklung der Kaffeepreise in den letzten 40 Jahren, die Produktionskosten in demselben Zeitraum und die ZusammenhĂ€nge zwischen beiden zu analysieren.

Die Studie wird analysieren, ob internationale Kaffeepreise, sowohl an der New Yorker als auch an der Londoner Börse, die RealitÀt des physischen Marktes widerspiegeln, und alternative Lösungen zu den im Forum diskutierten Problemen vorstellen.

In der SchlusserklĂ€rung wurde beschlossen, dass ein gemeinschaftlich verantwortungsvolles Engagement fĂŒr die Umsetzung des Aktionsplans und die entsprechende Finanzierung auf höchster Ebene mit Vertretern der Branche, Spendern, internationaler Zusammenarbeit, multilateralen Organisationen sowie nationalen und lokalen Regierungen erzielt werden muss.

FĂŒr die zu entwickelnden Maßnahmen wird ein Komitee aus zwei Vertretern von ErzeugerverbĂ€nden afrikanischer LĂ€nder, zwei Vertretern aus Mexiko, Zentralamerika und der Karibik, zwei Vertretern aus SĂŒdamerika und zwei Vertretern aus Asien sowie mindestens einem Branchenvertreter aus jeder der folgenden Regionen gebildet: Nordamerika, Europa und Asien.

Der Ausschuss legt in der nÀchsten Sitzung des International Coffee Council im MÀrz 2018 einen Fortschrittsbericht vor.

Das nĂ€chste World Coffee Producers Forum findet 2019 statt und das Komitee wird den Veranstaltungsort koordinieren. Abgesehen von den BeschlĂŒssen hat Brasilien angeboten, Gastgeberland fĂŒr das nĂ€chste Forum zu sein.

"Wir haben gerade einen neuen Prozess in der weltweiten Kaffee-Branche begonnen", sagte Roberto Velez, CEO der kolumbianischen Kaffeeerzeugerföderation (FNC, der Veranstalter des Forums). "Heute haben wir ĂŒber Verschiedenes nachgedacht, Ideen gesammelt und einander zugehört, aber es ist nur der Anfang dafĂŒr, was hoffentlich eine neue Stufe der Zusammenarbeit sein wird."

Velez hat sogar die Möglichkeit geĂ€ußert, dass diese neue Art des VerstĂ€ndnisses, der Zusammenarbeit und der Mitverantwortung zwischen Erzeugern und Verbrauchern - diese neue Nord-SĂŒd-Beziehung zwischen den Industrie- und den EntwicklungslĂ€ndern - den Weg zu einer neuen globalen Wirtschaftsgeschichte eröffnen kann.

Die Voraussetzungen, die zu diesen BeschlĂŒssen gefĂŒhrt haben, sind die kritische RentabilitĂ€t und sogar Verluste fĂŒr Kaffeebauern aufgrund der niedrigen internationalen Preise, der geringen ProduktivitĂ€t, höherer Produktionskosten im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der VariabilitĂ€t sowie steigender Arbeitskosten, einschließlich der Kosten fĂŒr die Ernte.

Diese geringere RentabilitĂ€t hat zu einem erheblichen Anteil von Kaffeeerzeugern gefĂŒhrt, die in Armut leben oder zumindest eine geringere LebensqualitĂ€t (Wohnraum, Versorgung, Bildung, Gesundheit usw.) sowie geringere Möglichkeiten haben, in ihre Betriebe zu reinvestieren.

Ohne Korrekturmaßnahmen, um diese Probleme koordiniert anzugehen, und deren Finanzierung könnte aufgrund eines strukturell reduzierten Angebots die weltweite Nachfrage nach Kaffee möglicherweise nicht gedeckt werden. Dies wiederum könnte zu unerwĂŒnschten Ungleichgewichten auf dem Kaffeemarkt fĂŒhren, die die Nachhaltigkeit der globalen Kette gefĂ€hrden könnten.

Im Geist der SchlusserklĂ€rung wurden die wichtigsten Schlussfolgerungen und Empfehlungen des Forums berĂŒcksichtigt, die durch eine aktive Teilnahme der Delegierten in fĂŒr die Analyse und Diskussion organisierten thematischen Gruppen vervollstĂ€ndigt wurden.

Die Hauptredner waren angesehene internationale Persönlichkeiten, wie z. B. der ehemalige US-amerikanische PrĂ€sident Bill Clinton, Professor Jeffrey D. Sachs, der ICO Executive Director JosĂ© Sette, die PrĂ€sidenten von Kolumbien, Costa Rica und Honduras, Landwirtschaftsminister und Vertreter der gesamten Kaffee- Wertschöpfungskette, einschließlich der Erzeuger.

Kontaktinformationen: Colombian Coffee Growers Federation Martha SĂĄnchez Corporate Communications Director Prensa.FNC@cafedecolombia.com (57 1) 3136600, Durchwahl 1790

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