Anleihen, Analyse

MAILAND - Der Anleihenmarkt der sogenannten Grenzmärkte (Frontier Markets) bietet Anlegern nach Ansicht des Vermögensverwalters Aberdeen langfristig attraktive Chancen.

12.10.2017 - 17:41:25

ANALYSE: Aberdeen sieht Chancen in Grenzmärkten mit gebildeter Bevölkerung. Interessant seien insbesondere Länder mit einem hohen Alphabetisierungsgrad, sagte Portfoliomanager Kevin Daly am Donnerstag auf einer Analystenkonfernez in Mailand.

Im Gegensatz zu den etablierten Schwellenländern stehen Frontier Markets erst am Anfang ihrer politischen und wirtschaftlichen Entwicklung. Entsprechend hoch sind die Renditechancen, aber auch die Risiken mit Blick auf Zahlungsausfälle oder Kurs- und Währungsschwankungen.

Daly zufolge sollten in einem Grenzmarkt mindestens 70 bis 80 Prozent der Menschen schreiben und lesen können, damit sich dort eine Industrie entwickeln könne. Dies sei eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich für Anleger ein Engagement in einem Frontier Market lohnen könne.

So weisen laut dem Analysten aktuell vor allem Kenia, Ägypten und die Demokratische Republik Kongo einen ausreichend hohen Alphabetisierungsgrad auf. Am anderen Ende der Skala stünden derzeit Niger, der Tschad, Afghanistan und auch Äthiopien. Das letztgenannte Land jedoch könnte von einem im Bau befindlichen Staudammprojekt profitieren, das den Staat im Nordosten Afrikas zu einem wichtigen Stromexporteur machen soll.

Nach Auffassung von Daly können Anleger durchaus auch in ausgesuchte Anleihen in lokaler Währung investieren. Denn angesichts der politischen Turbulenzen in den USA sei die Wahrscheinlichkeit gering, dass der US-Dollar in absehbarer Zeit deutlich aufwerte.

@ dpa.de

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