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NEW YORK - Der Kurs des Euro hat am Mittwoch deutlich positiv auf die Pressekonferenz des künftigen US-Präsidenten Donald Trump reagiert.

11.01.2017 - 21:11:25

Devisen: Euro deutlich über 1,05 US-Dollar - Anleger vermissen von Trump Details. Die europäische Gemeinschaftswährung stieg deutlich über 1,05 US-Dollar und notierte im US-Handel zuletzt bei 1,0575 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0503 (Dienstag: 1,0567) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9521 (0,9463) Euro.

Die Anleger zeigten sich enttäuscht, da Trump nur wenig Details dazu genannt habe, wie genau er die Infrastrukturausgaben erhöhen und damit die Wirtschaft ankurbeln wolle. Entsprechende Hoffnungen hatten in den letzten Wochen den Dollarkurs und insbesondere die Aktienmärkte angetrieben.

Im Zuge der Pressekonferenz stürzte derweil die mexikanische Währung Peso auf ein Rekordtief ab. Trump umriss Prioritäten für die ersten Amtstage. Er versprach, unmittelbar nach dem 20. Januar mit Mexiko Verhandlungen über den Bau einer Mauer zu dem südlichen Nachbarland zu beginnen. Der Republikaner will damit die illegale Einwanderung aus Mexiko eindämmen.

Zuletzt war ein Dollar 21,9346 Peso wert. Wegen der hohen Abhängigkeit Mexikos vom Handel mit den USA reagiert der Peso besonders stark auf politische Entwicklungen im nördlichen Nachbarland. Seit dem Wahlsieg Trumps im November hat der Peso etwa 20 Prozent an Wert eingebüßt.

Unterdessen fällt auch die türkische Lira auf immer neue Rekordtiefs. Allein am Mittwoch sackte die Währung um zuletzt rund 2,5 Prozent ab. Auch zum Euro ist die Lira so schwach wie nie zuvor. Inzwischen müssen Händler für einen Euro mehr als 4 Lira hinblättern. Seit geraumer Zeit ist die türkische Währung vor allem wegen Terroranschlägen und der politischen Unsicherheit unter Druck. Anleger ziehen ihr Geld aus der Türkei ab. Seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 hat die Lira im Verhältnis zum Dollar rund ein Drittel ihres Wertes verloren.

@ dpa.de

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