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FRANKFURT - Die allgemeine Dollarstärke hat auch zu Wochenbeginn sowohl Währungen vieler Industrieländer als auch Devisen zahlreicher Schwellenländer zu schaffen gemacht.

14.11.2016 - 12:54:24

Devisen: Euro auf Zehnmonatstief - Schwellenländer unter Druck. Der Kurs des Euro war am Morgen bis auf 1,0728 US-Dollar gefallen, was dem tiefsten Stand seit Anfang Januar entsprach. Am Montagmittag lag die Gemeinschaftswährung leicht erholt bei 1,0775 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,0904 Dollar festgesetzt.

Seit dem Wahlsieg Donald Trumps in der US-Präsidentschaftswahl hat der US-Dollar zu vielen Währungen deutlich an Wert gewonnen. Das ist überraschend, weil viele Analysten in diesem Fall eine Dollarschwäche prognostiziert hatten. Doch von der erwarteten Panikreaktion war wenig zu sehen. Vielmehr steht seither auch der japanische Yen unter Druck, der unter Anlegern als typischer sicherer Anlagehafen gilt.

Analysten erklären die Entwicklung vor allem damit, dass sich die Marktteilnehmer nach dem ersten Wahlschock schnell auf das Programm des künftigen Präsidenten konzentriert hätten. Trump hat unter anderem massive Steuersenkungen und höhere Ausgaben für die landesweite Infrastruktur versprochen. Es gilt als denkbar, dass dadurch Konjunktur und Inflation angeschoben werden. Derartige Erwartungen spiegeln sich am Kapitalmarkt, wo die Zinsen für amerikanische Staatsanleihen stark gestiegen sind. Davon profitiert der US-Dollar.

Im Gegenzug geraten reihenweise andere Währungen unter Druck. Betroffen sind neben den Devisen von Industrieländern viele Währungen von Schwellenländern. Als Hauptverlierer gilt der mexikanische Peso, weil sich in Trumps Wahlprogramm viele Punkte finden, deren Umsetzung Mexiko wirtschaftlich sehr schaden würde. Allerdings verlieren auch andere Währungen aus aufstrebenden Staaten deutlich an Wert, darunter der südafrikanische Rand, die türkische Lira oder der brasilianische Real. Bis auf wenige Ausnahmen verloren die Schwellenländerwährungen am Montag weiter an Boden.

@ dpa.de

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