USA, Mexiko

FRANKFURT - Der mexikanische Peso hat deutlich von abnehmenden Gewinnchancen des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump profitiert.

10.10.2016 - 09:37:24

Devisen: Mexikanischer Peso profitiert von Trump-Videoskandal. Am Montagmorgen gewann der Peso zum amerikanischen Dollar etwa 1,5 Prozent an Wert. Zulegen konnten auch der kanadische Dollar, wenn auch in deutlich geringerem Ausmaß als die Währung Mexikos. Der australische Dollar stieg ebenfalls leicht an.

Als Auslöser der Bewegungen wurde am Markt zum einen die Veröffentlichung einer Videoaufnahme genannt, in der sich der republikanische Präsidentschaftsanwärter Trump sexuell abschätzig über Frauen äußert. Nach Meinung politischer Beobachter schmälert das Bekanntwerden der Aufnahme die Wahlchancen Trumps. Einige ranghohe Republikaner haben sich bereits von Trump abgewendet.

Zum anderen wurde eine Telefonumfragen nach dem jüngsten TV-Duell zwischen Trump und seiner demokratischen Gegnerin Hillary Clinton genannt. Einer Befragung des US-Senders CNN zufolge konnte Clinton das zweite von drei Fernsehduellen, das in der Nacht auf Montag stattfand, für sich entscheiden. Die Präsidentschaftswahl findet in etwa vier Wochen am 8. November statt.

Die Kursgewinne des Peso und des kanadischen Dollar sind mit der engen wirtschaftlichen Verbundenheit Mexikos und Kanadas mit den USA zu erklären. Beide Länder stehen über das Freihandelsabkommen Nafta in engem Handel mit den Vereinigten Staaten. Trump will das Abkommen neu verhandeln, falls er Präsident wird. Zudem will er zwischen den USA und Mexiko eine Mauer erreichten, um mexikanische Migranten fernzuhalten. Die Kosten des Mauerbaus soll Mexiko tragen.

Währungen wie der australische Dollar können von fallenden Wahlchancen Trumps profitieren, weil ihr Kurs stark von der Risikoneigung an den Märkten abhängt. Dies geht auf die vergleichsweise hohen Zinsen zurück, die Anlagen in der jeweiligen Währung abwerfen, was sie anfällig für Stimmungsschwankungen an den Börsen macht. Ein Wahlsieg Trumps gilt vielen Analysten als großes politisches und wirtschaftliches Risiko.

@ dpa.de

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