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FRANKFURT - Der Kurs des Euro ist am Dienstag trotz starker Konjunkturdaten aus der Eurozone deutlich unter die Marke von 1,06 US-Dollar gefallen.

21.02.2017 - 16:45:24

Devisen: Eurokurs trotz starker Konjunkturdaten deutlich schwächer. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0536 Dollar und damit fast einen Cent weniger als in der vergangenen Nacht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0537 (Montag: 1,0616) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9490 (0,9420) Euro.

Marktbeobachter sprachen von einer allgemeinen Dollar-Stärke, nachdem es zuletzt Hinweise auf eine mögliche schnelle Zinserhöhung in den USA gegeben hatte. Nach Einschätzung des US-Währungshüters Patrick Harker ist eine Anhebung des Leitzinses im März "noch nicht vom Tisch". "Wir müssen zunächst abwarten, wie sich die Dinge in den kommenden Wochen entwickeln", sagte das stimmmberechtigte Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der US-Notenbank Fed.

Commerzbank-Expertin Esther Reichelt relativierte aber die Aussagen. Harker sei als "Falke" bekannt, also als Befürworter einer eher straffen Geldpolitik. "Seine Meinung spiegelt wohl nicht den Konsens der Fed wider", sagte Reichelt. Dennoch konnten in diesem Umfeld starke Konjunkturdaten aus der Eurozone den Euro nicht stützen. Ein Indikator für die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone war im Februar auf den höchsten Stand seit fast sechs Jahren gestiegen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84860 (0,85145) britische Pfund, 119,77 (120,11) japanische Yen und 1,0639 (1,0650) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1233,20 (1237,30) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37 571,00 (37 569,00) Euro.

@ dpa.de

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