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FRANKFURT - Der Euro hat am Dienstag leicht zugelegt.

13.06.2017 - 13:03:23

Devisen: Euro leicht gestiegen. Am Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1210 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1221 Dollar festgesetzt.

Enttäuschende Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten konnten den Euro nicht schwächen. Der entsprechende Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel im Juni entgegen den Erwartungen von Experten um 2,0 Punkte auf 18,6 Punkte. Der Vormonatswert von 20,6 Punkten war der höchste seit August 2015.

Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es zuletzt bei der schwedischen Krone und dem kanadischen Dollar. Die Krone legte nach unerwartet starken Inflationszahlen um fast ein Prozent zu. Der kanadische Dollar gewann seit Montagabend mehr als 1,5 Prozent an Wert. Auslöser war eine Rede einer führenden Vertreterin der kanadischen Notenbank. "Wenn sich das Wachstum fortsetzt und idealerweise weiter ausbreitet, wird der geldpolitische Rat prüfen, ob die gesamte derzeitige geldpolitische Unterstützung weiterhin nötig ist", sagte Carolyn Wilkins laut einem Redetext.

Dies seien neue Töne seitens der Kanadier, schreibt Thu Lan Nguyen, Expertin bei der Commerzbank. "Bisher hatten sich die Notenbanker angesichts zahlreicher Risiken immer sehr vorsichtig in Bezug auf den Konjunkturausblick geäußert und sich möglichst mit Hinweisen in Richtung Zinserhöhungen zurückgehalten." Mitte Juli werden die kanadischen Währungshüter ihre nächsten geldpolitischen Entscheidungen fällen. Im Jahr 2015 hatten sie den Leitzins zweimal gesenkt und damit unter anderem auf wirtschaftliche Probleme infolge deutlich gesunkener Ölpreise reagiert. Derzeit liegt der Leitzins in Kanada bei 0,5 Prozent.

Im weiteren Tagesverlauf könnten noch Preisdaten von den US-Unternehmen für Impulse am Devisenmarkt sorgen. Sie geben einen Hinweis darauf, ob sich die jüngste Entwicklung wieder fallender Inflationsraten verfestigt. Dies wäre für die US-Notenbank, von der am Mittwoch eine weitere Zinsanhebung erwartet wird, keine gute Nachricht.

@ dpa.de

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