Gerry Weber International AG, DE0003304101

Gerry Weber International AG, DE0003304101

14.09.2017 - 07:34:47

GERRY WEBER nutzt Transformationsjahr, um Strukturen und Prozesse anzupassen

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DGAP-News: Gerry Weber International AG / Schlagwort(e): 9-Monatszahlen

14.09.2017 / 07:30

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Corporate News

- Rückgang des Konzernumsatzes bei lediglich -2,9 % aufgrund HALLHUBER

Wachstum von 5,3 %

- Maßnahmen des Programms zur Neuausrichtung FIT4GROWTH nahezu vollständig

umgesetzt. Geplante Kosteneinsparungen nach neun Monaten realisiert

- Modernisierungsmaßnahmen der Marken führen zu Umsätzen auf vergleichbarer

Fläche über Markttrend

- Deutlicher Abbau der Bestände belastet das operative Ergebnis

- Umsatz- und Ergebnisprognose für das gesamte Geschäftsjahr 2016/17

bestätigt

(Halle/Westfalen, 14. September 2017) Nach neun Monaten des Geschäftsjahres

2016/17 verminderte sich der Konzernumsatz der GERRY WEBER International AG,

insbesondere aufgrund der planmäßigen Bereinigung des Storeportfolios des

Core-Retail-Bereiches, leicht um 2,9 % auf EUR 620,1 Mio. Die

Tochtergesellschaft HALLHUBER verzeichnete hingegen einen Umsatzanstieg in

Höhe von 5,3% und trug EUR 140,8 Mio. zum Konzernumsatz der ersten neun

Monate 2016/17 bei.

GERRY WEBER Core Umsätze planmäßig rückläufig

Die GERRY WEBER Core-Marken (GERRY WEBER, TAIFUN und SAMOON) trugen nach

neun Monaten EUR 479,4 Mio. zum Konzernumsatz bei (9-Monate Vorjahr: EUR

504,8 Mio.). Dabei beträgt der Anteil des Core-Retail-Segmentes EUR 291,8

Mio. (9-Monate Vorjahr: EUR 313,5 Mio.). Die Umsätze des

Core-Retail-Segmentes wurden insbesondere durch die Schließung von 88

Verkaufsflächen im Vergleich zum Ende des 3. Quartal des Vorjahres negativ

beeinflusst. Ferner führte das negative Marktumfeld zu einer Reduzierung der

Retail-Umsätze auf vergleichbarer Verkaufsfläche von 2,5 %. Der deutsche

Modeeinzelhandel verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Umsatzrückgang von

etwas über 3,3 %. Über alle drei Quartale hinweg haben sich die GERRY WEBER

Core-Marken somit besser entwickelt als der Gesamtmarkt. Ein positives

Zeichen, dass die Modernisierung der Marken erste Früchte trägt.

Das Core-Wholesale-Segment bestätigt diesen positiven Trend. Trotz des

anhaltend schwierigen Marktumfeldes sank der Wholesale-Umsatz im

Neunmonatsvergleich lediglich um 2,0 % auf EUR 187,5 Mio. (9-Monate Vorjahr:

EUR 191,4 Mio.).

HALLHUBER wieder zurück auf dem Wachstumsweg

Nach -0,9 % im 1. Quartal und +4,1 % im 2. Quartal erhöhte sich der

HALLHUBER Umsatz im 3. Quartal 2016/17 um 13,9 % und betrug nach neun

Monaten des laufenden Geschäftsjahres EUR 140,8 Mio. (9-Monate Vorjahr: EUR

133,6 Mio.). Um Überbeständen am Ende einer Saison vorzubeugen und die

Rohertragsmarge zu verbessern, wurde im Verlauf des gesamten 1. Halbjahres

2016/17 im Schnitt rund 25 % weniger Ware auf die HALLHUBER Verkaufsflächen

geliefert. Erst ab Ende April 2017 wurde die Anzahl der Teile pro

Quadratmeter wieder schrittweise erhöht. Erste positive Effekte dieser

Entwicklung zeichneten sich nun im 3. Quartal 2016/17 ab. Da die Bestände

erst wieder ab Juli 2017 auf Vorjahresniveau lagen, rechnet die Gesellschaft

jedoch erst ab dem 4. Quartal wieder mit einer vollständigen Normalisierung

des HALLHUBER Umsatzes auf vergleichbarer Fläche bei einer verbesserten

Rohertragsmarge.

Die Anpassung des HALLHUBER Warenmanagements führte zu einer deutlichen

Verbesserung der HALLHUBER Bruttomarge von 61,3 % auf EUR 64,1 % im

Neunmonatsvergleich. Gestiegene Kosten basierend auf der Neueröffnung von 34

Verkaufsflächen erhöhten jedoch die operativen Aufwendungen, sodass

HALLHUBER unter Einbeziehung der Abschreibungen auch weiterhin ein negatives

operatives Ergebnis am Ende des 3. Quartals 2016/17 auswies. Beeinflusst

wird der operative Verlustausweis (EBIT) in Höhe von EUR 4,2 Mio. durch

Abschreibungen im Rahmen der Kaufpreisallokation in Höhe von EUR 4,9 Mio.

Ohne diese konzernbedingten Abschreibungen beträgt das bereinigte EBIT

(adjusted) von HALLHUBER EUR 0,7 Mio.

Rohertragsmarge von GERRY WEBER Core durch Sondereffekte belastet

Die Bruttomarge des Core-Bereiches hat sich im Neunmonatsvergleich von 62,0

% auf EUR 58,8 % vermindert. Zu dieser Verminderung führten insbesondere die

Bereinigung von Warenbeständen, ein verändertes Order- und Warenmanagement

mit dem Ziel, am Anfang einer Saison weniger Bestände aufzubauen und

optimierter innerhalb der Saison auszuliefern, sowie die Erhöhung der

Wertigkeit unserer Kollektionen. Bedingt durch diese Effekte verminderte

sich die Rohertragsmarge des Konzerns ebenfalls von 61,8 % auf 60,0 %.

GERRY WEBER Core Kosteneinsparziele aus FIT4GROWTH bereits Ende des 3.

Quartals 2016/17 erreicht

Ziel des Programms zur Neuausrichtung FIT4GROWTH war es, unter anderem, die

Personal- und Sachaufwendungen um EUR 20 bis 25 Mio. zu reduzieren. Dieses

Ziel haben wir nahezu Ende des 3. Quartals des laufenden Geschäftsjahres

erreicht.

Die Personalaufwendungen des Konzerns verminderten sich von EUR 147,7 Mio.

auf EUR 143,3 Mio. (EUR -4,4 Mio.), wobei sich die Personalaufwendungen des

Core-Bereiches sogar um EUR 8,1 Mio. verminderten und die von HALLHUBER

expansionsbedingt um EUR 3,7 Mio. erhöhten. Ein ähnliches Bild zeigt sich

bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns, die sich auf

Konzernebene um EUR 19,1 Mio. auf nunmehr EUR 200,5 Mio. reduzierten. Dabei

verminderten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des

Core-Bereiches im Neunmonatsvergleich von EUR 167,2 Mio. auf EUR 142,9 Mio.

HALLHUBER erhöhte seine sonstigen betrieblichen Aufwendungen

expansionsbedingt von EUR 52,4 Mio. auf EUR 57,6 Mio.

Konzernergebnis durch Rohergebnis des Core-Bereiches belastet

Trotz der erheblichen Kosteneinsparungen bei den Personal- und

Sachaufwendungen in Höhe von rund EUR 23,5 Mio. liegt das Konzernergebnis

vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (Konzern-EBITDA) nach neun Monaten

des laufenden Geschäftsjahres mit EUR 35,1 Mio. unterhalb des

Vorjahresniveaus von EUR 40,7 Mio. Dies ist ausschließlich auf den

Bestandsabbau sowie die veränderte Bestandsführung verbunden mit einer

Verminderung der Rohertragsmarge zurückzuführen. Gleiches gilt für das

operative Konzernergebnis (Konzern-EBIT), welches nach neun Monaten 2016/17

mit EUR 0,2 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau von EUR 0,6 Mio. liegt.

Ralf Weber, Vorstandsvorsitzender der GERRY WEBER International AG bestätigt

dazu: "Wir haben alle Maßnahmen des Programms zur Neuausrichtung FIT4GROWTH

innerhalb des geplanten Zeitraumes erfolgreich umgesetzt. Erste positive

Effekte zeigen sich sowohl auf der Kostenseite als auch bei der

Umsatzentwicklung. Insbesondere die Entwicklung der Umsätze des

Core-Bereiches auf vergleichbarer Fläche bei gegebenem schwachen Marktumfeld

weisen auf den Erfolg der Modernisierungsmaßnahmen hin. Trotzdem ist es uns

nicht gelungen, die Ergebnissituation deutlich zu verbessern. Dies ist vor

allem auf die Anpassung des Warenmanagements sowohl bei HALLHUBER als auch

im Core-Bereich zurückzuführen."

Bestätigung der gegebenen Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2016/17

Vor dem Hintergrund der erfolgreich umgesetzten Maßnahmen, der laufenden

Umstrukturierungen des Order- und Warenmanagements sowie der Bedeutung des

4. Quartales für die Ergebnissituation der GERRY WEBER Gruppe geht der

Vorstand auch weiterhin davon aus, die gesetzten finanziellen Ziele für das

Geschäftsjahr 2016/17 zu erreichen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet

der Vorstand, auch aufgrund der bereits erfolgten Geschäftsschließungen, mit

einem Konzernumsatz, der 2 % bis 4 % unterhalb des Vorjahres liegen wird

(Vorjahr: EUR 900,8 Mio.). Entsprechend wird ein operatives Konzernergebnis

(Konzern-EBIT reported) zwischen EUR 10 und 20 Mio. erwartet.

Die GERRY WEBER Gruppe in Zahlen*:

9-Monate 9-Monate 3. Quartal 3. Quartal

2016/17 2015/16 2016/17 2015/16

Umsatz (in EUR Mio.) 620,1 638,5 192,3 194,8

EBITDA (in EUR Mio.) 35,1 40,7 6,1 10,8

EBITDA-Marge (in %) 5,7 % 6,4 % 3,2 % 5,5 %

EBIT (in EUR Mio.) 0,2 0,6 -5,8 -7,8

EBIT-Marge (in %) 0,0 % 0,1 % -3,0 % -4,0 %

Periodenüberschuss -3,4 -4,0 -5,1 -6,9

(in EUR Mio.)

Ergebnis je Aktie (in -0,07 -0,08 -0,11 -0,15

Euro)

Eigenkapitalquote (in 51,3 % 50,7 % 51,3 % 50,7 %

%)

Mitarbeiter (im 6.936 7.053 6.936 7.053

Durchschnitt)

GERRY WEBER International AG

Kontakt Investor Relations: Kontakt Presse:

Claudia Kellert Cornelia Brüning-Harbrecht

Leiterin Investor Relations Leiterin Unternehmenskommunikation

Tel: +49 (0)5201 185 8422 Tel: +49 (0)5201 185 320

Email: Email:

claudia.kellert@gerryweber. cornelia.bruening-harbrecht@gerrywe

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