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24.04.2017 - 14:55:43

Deutscher M&A-Markt startet lebhaft ins neue Jahr - bester Jahresauftakt seit 2007

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DGAP-News: Allen & Overy LLP / Schlagwort(e): Fusionen & Übernahmen/Studie

Deutscher M&A-Markt startet lebhaft ins neue Jahr - bester Jahresauftakt

seit 2007

24.04.2017 / 14:51

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Frankfurt am Main, 24. April 2017. Der deutsche M&A-Markt ist schwungvoll in

das neue Jahr gestartet: Deutsche Unternehmen waren an Transaktionen im Wert

von mehr als 35 Milliarden US-Dollar beteiligt - dies ist der beste

Jahresauftakt seit dem Rekordjahr 2007, so die Ergebnisse der aktuellen M&A

Insights von Allen & Overy. Die Zahl der bekanntgegebenen Transaktionen war

allerdings rückläufig: Gegenüber dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre

wurden 9% weniger Deals abgeschlossen.

"Wir sind zuversichtlich, dass der deutsche M&A-Markt auch in 2017 sehr

aktiv bleiben wird", sagt Dr. Hartmut Krause, Corporate/M&A-Partner bei

Allen & Overy. "Die wesentlichen Treiber für M&A sind nach wie vor gegeben:

hohe Geldbestände der deutschen Konzerne, Anlagedruck bei den

Finanzinvestoren, billiges Fremdkapital - und all dies in einem Umfeld, in

dem organisches Wachstum in den entwickelten Märkten nur langsam

stattfindet. Dies sind Rahmenbedingungen, unter denen gerade

grenzüberschreitende Transaktionen Werte schaffen können."

Krause weiter: "Diese Treiber werden nur durch wenige Faktoren gebremst.

Hohe Bewertungen an den Equity-Märkten spiegeln zwar Optimismus an den

Kapitalmärkten wider. Bei Käufern lösen sie aber auch das Gefühl aus, für

die zum Verkauf gestellten Unternehmen zu viel zu bezahlen. Kartellbehörden

weltweit sind über die letzten Jahre immer aktiver geworden. Im Jahr 2016

wurden weltweit angebahnte Mega-Deals im Wert von 69 Milliarden Euro

untersagt. Diese Aktivität wird in 2017 nicht nachlassen."

US-amerikanische Unternehmen spielen wichtige Rolle

Das erste Quartal 2017 zeigte insbesondere deutlich, dass Unternehmen aus

den USA ihre große Bedeutung für den deutschen M&A-Markt behalten. Blendet

man den Erwerb von Immobilienportfolien aus der Betrachtung aus, waren an

den vier größten Transaktionen des ersten Quartals jeweils Unternehmen aus

den USA beteiligt. Die Transaktion mit der größten Öffentlichkeitwirkung war

der Verkauf der Adam Opel AG und ihrer britischen Schwester Vauxhall an

Peugeot. Die größte Unternehmensakquisition im ersten Quartal war allerdings

der Erwerb der auf Industrieverpackungen spezialisierten Mauser-Gruppe durch

den US-amerikanischen Wettbewerber BWAY für 2,3 Milliarden US-Dollar. Eine

Premiere lieferte der US-amerikanische Automobilzulieferer Superior

Industries International: Er kündigte ein 720 Millionen US-Dollar schweres

Übernahmeangebot für den Hersteller von Aluminiumfelgen Uniwheels an.

Uniwheels ist eine deutsche AG mit alleiniger Börsennotierung in Polen. Ein

Übernahmeangebot für eine derartig aufgestellte Gesellschaft hat es noch

nicht gegeben. Zudem übernahm die Colfax Corporation die Turbinensparte von

Siemens.

Anhaltende Expansion ins Ausland

Auch in diesem Quartal haben sich deutsche Unternehmen mit zahlreichen

Unternehmensakquisitionen im Ausland verstärkt. Expansionswillig zeigten

sich Unternehmen aller Größenordnungen und verschiedenster Branchen. Allein

unter den DAX-Konzernen waren Allianz, BASF, Commerzbank, Daimler, Deutsche

Bank, Deutsche Börse, Fresenius, FMC, Henkel, Lufthansa und Merck im Ausland

aktiv.

Unter den Transaktionen, deren Kaufpreis veröffentlicht wurde, sticht die

Übernahme der US-amerikanischen Darex Packaging Technologies durch Henkel

heraus. Die Düsseldorfer zahlen für den Hersteller von Abdichtungen und

Beschichtungen für Metallverpackungen einen Kaufpreis in Höhe von etwas mehr

als 1 Milliarde US-Dollar.

Aktive Finanzinvestoren

Finanzinvestoren trugen im ersten Quartal ganz erheblich zur M&A-Aktivität

bei. So formierten sich bei Stada die Large Cap-Investoren in verschiedenen

Bieterkonsortien: Hier trafen Bain/Cinven und Advent/Permira aufeinander;

Presseberichten zufolge war zwischenzeitlich auch CVC mit einem chinesischen

Partner im Bieterfeld. Die Mauser Group wurde von einem Portfoliounternehmen

des Finanzinvestors Stone Canyon Industries übernommen. KKR stockte seine

Beteiligung an der GfK auf und betrieb den Squeeze-out der

Minderheitsgesellschafter.

Chinesen kommen wieder

Chinesische Investoren sind nach wie vor auf der Suche nach geeigneten

Übernahmezielen. "Angesichts der Vorschriften des staatlichen Devisenamts zu

Auslandsinvestitionen vom November letzten Jahres kochen sie aber auf

kleinerer Flamme als im letzten Jahr", sagt Hartmut Krause. Auch der

Kurswechsel des Bundeswirtschaftsministeriums habe bei chinesischen

Investoren zu spürbarer Verunsicherung geführt. Gleichwohl: "Chinesische

Investoren sind nach wie vor sehr aktiv", so Krause.

Der quartalsweise erscheinende Report "M&A-Insights" von Allen & Overy gibt

einen Einblick in die aktuelle weltweite Marktsituation und enthält

Einschätzungen von Partnern der Kanzlei. Er wird untermauert durch

unabhängige, extern in Auftrag gegebene vierteljährliche Erhebungen zu

Anzahl und Wert weltweiter M&A-Transaktionen.

Anmerkungen für den Herausgeber:

www.allenovery.de

Allen & Overy ist eine internationale Anwaltsgesellschaft mit etwa 5.200

Mitarbeitern, darunter etwa 530 Partner, an 44 Standorten weltweit.

Allen & Overy ist in Deutschland an den Standorten Düsseldorf, Frankfurt am

Main, Hamburg und München mit etwa 220 Anwälten, darunter 51 Partner,

vertreten. Die Anwälte beraten führende nationale und internationale

Unternehmen vorwiegend in den Bereichen Bank-, Finanz- und

Kapitalmarktrecht, Gesellschaftsrecht und M&A, Steuerrecht sowie in anderen

Bereichen des Wirtschaftsrechts.

Diese Pressemitteilung wird von Allen & Overy LLP herausgegeben. In dieser

Pressemitteilung bezieht sich "Allen & Overy" auf "Allen & Overy LLP bzw.

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Gesellschafter, Berater oder Mitarbeiter der Allen & Overy LLP und/oder

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Nadja Fersch, Communications Manager, Frankfurt am Main, Tel.: 069 2648 5555

(nadja.fersch@allenovery.com)

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