FIAT CHRYSLER, NL0010877643

NEW YORK - Die Aktien der großen US-Autobauer haben am Donnerstag kräftigen Rückenwind von den jüngsten Absatzzahlen erhalten.

01.12.2016 - 19:04:24

AKTIEN IM FOKUS: Ford und GM ziehen nach Absatzzahlen kräftig an. Papiere von Ford und General Motors machten im S&P 500 jeweils einen Satz nach oben um fast 6 Prozent, weil beide Autobauer mit ihren Autoverkäufen im November die Erwartungen teils deutlich übertrafen.

Die beiden Autobauer verkauften im November in den USA deutlich mehr Autos als im Vorjahr: bei Ford kletterten die Absätze um mehr als 5, bei General Motors sogar um mehr als 10 Prozent. Vor allem Ford habe dabei die Erwartungen deutlich übertroffen, hieß es am Markt. Allgemein wurde darauf verwiesen, dass der Absatz von Pickup-Trucks und sportlichen Fahrzeugen zu den positiven Überraschungen führte. Ein Börsianer verwies als Anreiz für die Autokäufer auf niedrige Ölpreise und aggressive Werbemaßnahmen der Hersteller.

Analyst Frank Schwope von der NordLB zeigte sich überrascht von der Dynamik des US-Automarktes, der die schon hohen Werte aus dem Vorjahr offenbar nochmals übertreffen könne. "Vielleicht gibt es dort einen gewissen Trump-Effekt", sagte der Experte der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Möglicherweise habe die Hoffnung, dass die Konjunktur unter dem zukünftigen US-Präsidenten anziehen werde, zuletzt die Bereitschaft der Amerikaner zum Autokauf erhöht.

Die australische Investmentbank Macquarie hatte sich am Donnerstag bereits vor den Absatzzahlen zu den Autowerten geäußert: die Ford-Aktien wurden dabei in einer Ersteinschätzung mit "Neutral" bewertet. Analyst Takuo Katayama verwies in seiner Studie darauf, dass die Pickup-Trucks der F-Serie wegen ihrer hohen Profitabilität das wichtigste Produkt für Ford seien. Er beurteilte das Unternehmen als "soliden" Konzern, äußerte aber zugleich seine Präferenz für die mit "Outperform" beurteilten Titel von General Motors.

Nach dem Abgasskandal blickt auch Volkswagen in den USA nun wieder auf eine positive Monatsdynamik zurück. Erstmals in diesem Jahr waren die Absätze im November gestiegen - und nun gleich um 24 Prozent. Eine negative Ausnahme bei den November-Zahlen waren Fiat Chrysler mit einem unerwartet starken Rückgang. Die Titel des italienisch-amerikanischen Autobauers tendierten im New Yorker Handel kaum verändert.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

General Motors kündigt Milliarden-Investition in USA an. Der größte US-Autobauer teilte am Dienstag mit, zusätzliche 1,0 Milliarden Dollar (0,9 Mrd Euro) in seine US-Produktion zu stecken. Etwa 1500 US-Arbeitsplätze sollen so geschaffen werden oder erhalten bleiben. Details will das Unternehmen erst im Laufe des Jahres bekanntgeben. DETROIT - Nach den Konkurrenten Ford und Fiat Chrysler hat auch General Motors (GM) unter dem Druck des künftigen Präsidenten Donald Trump Investitionspläne in den USA verkündet. (Boerse, 17.01.2017 - 15:59) weiterlesen...

Deutsch-italienischer Streit um Fiat Chrysler spitzt sich zu. Das italienische Verkehrsministerium erklärte am Montagabend, eigene Tests am Modell Fiat 500X hätten keine Manipulationen bei Abgaswerten ergeben. Ein detaillierter Bericht sei den deutschen Behörden geschickt worden. Es seien in den Autos keine illegalen Abschalteinrichtungen ("defeat devices") festgestellt worden. Italien kooperiere auch mit der EU-Kommission in der Sache. Es sei - anders als behauptet - kein Treffen abgesagt worden. ROM - Der Streit zwischen Deutschland und Italien um mögliche Abgasmanipulationen beim amerikanisch-italienischen Autobauer Fiat Chrysler (FCA) spitzt sich immer mehr zu. (Boerse, 17.01.2017 - 06:01) weiterlesen...

Dobrindt verlangt Rückruf von Fiat-Modellen - Kritik aus Italien. "Die Forderung von Berlin ist gänzlich unzulässig", sagte der italienische Verkehrsminister Graziano Delrio am Sonntagabend laut Nachrichtenagentur Ansa. Deutschland geht davon aus, dass bei Fiat-Modellen eine unzulässige Abschaltung der Abgasreinigung eingesetzt wurde. ROM - Die Forderung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) nach einem Rückruf bestimmter Modelle des Automobilherstellers Fiat Chrysler (FCA) hat in Italien für Kritik gesorgt. (Boerse, 16.01.2017 - 05:54) weiterlesen...

Dobrindt verlangt Rückruf von Fiat-Modellen. "Die italienischen Behörden wissen seit mehreren Monaten von uns, dass Fiat nach Auffassung unserer Fachleute illegale Abschalteinrichtungen verwendet. Fiat hat sich bisher verweigert, an der Aufklärung mitzuwirken", sagte der Minister der "Bild am Sonntag". BERLIN - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) verlangt einen Rückruf bestimmter Modelle von Fiat Chrysler . (Boerse, 15.01.2017 - 18:06) weiterlesen...

Abgas-Vorwürfe nicht mit Fall VW vergleichbar (Boerse, 13.01.2017 - 20:15) weiterlesen...

Abgas-Vorwürfe nicht mit Fall VW vergleichbar (Boerse, 13.01.2017 - 17:54) weiterlesen...