BMW, DE0005190003

FRANKFURT - Die Produktionsprobleme bei BMW wegen fehlender Bauteile sollten den Aktienkurs nach Einschätzung der Investmentbank Equinet zumindest vorerst nicht belasten.

29.05.2017 - 17:09:25

ANALYSE/Equinet: Noch droht BMW durch Produktionsstopp keine Belastung. Für den Moment seien die aus den Verzögerungen entstehenden Kosten für den Autobauer noch überschaubar, schrieb Analyst Tim Schuldt in einer Studie vom Montag. Auch den für dieses Jahr angepeilten, moderaten Anstieg des Vorsteuergewinns sieht er noch nicht in Gefahr. Er beließ die Einstufung der Aktie auf "Accumulate". Zum ebenfalls unveränderten Kursziel von 98 Euro hat das Papier damit aktuell noch 16 Prozent Luft nach oben.

Allerdings sei nicht klar, wie lange die derzeitige Situation andauern werde, gab der Experte zu bedenken. Wenn die Probleme länger als ein paar Tage anhielten, drohe ein dramatischer Kostenanstieg, da der Autobauer den Rückstand nicht mit einer später höheren Produktion ausgleichen könnte.

Nach der Veröffentlichung der Studie teilte BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann mit, dass "unser Lieferant Bosch zurzeit nicht in der Lage ist, uns mit einer ausreichenden Zahl von Lenkgetrieben für die BMW 1er, 2er, 3er und 4er Reihe zu beliefern." Bosch teilte in Stuttgart im Gegenzug mit, das Unternehmen beziehe ein wesentliches Bauteil für die Lenkung von einer Firma in Italien. "Bei diesem Zulieferer kommt es derzeit zu Lieferproblemen."

Entsprechend der Einstufung "Accumulate" rechnen die Analysten von Equinet mit einer Gesamtrendite der Aktie in den kommenden zwölf Monaten von 10 bis 20 Prozent./gl/ck/he

Analysierendes Institut Equinet.

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