LUFTHANSA AG, DE0008232125

FRANKFURT - Die Anleger haben am Dienstag auf die neuen Streiks bei der Lufthansa besonnen reagiert.

22.11.2016 - 10:47:24

AKTIE IM FOKUS: Piloten-Streik verstimmt Aktionäre der Lufthansa nur leicht. Ein Börsianer verwies darauf, dass die Streikankündigung nicht überraschend gekommen sei. Der Aktienkurs schwankte in einem freundlichen Marktumfeld zwischen leichten Gewinnen und moderaten Verlusten. Zuletzt ging es um 0,31 Prozent auf 12,84 Euro nach unten, während der Dax um ein halbes Prozent stieg.

Die Piloten der Airline wollen an diesem Mittwoch (23. November) den Flugverkehr auf der Lang- und Kurzstrecke bestreiken. Schon für Dienstag rief zudem die Gewerkschaft Verdi die Flugbegleiter der Tochtergesellschaft Eurowings in Hamburg und Düsseldorf zum Streik auf.

PILOTENSTREIK KÖNNTE TEUER WERDEN

Für den Analyst Johannes Braun von der Commerzbank sind die finanziellen Folgen des Streiks bei Eurowings eher vernachlässigbar. Der Pilotenstreik bei der Lufthansa könne sich hingegen im Größenbereich von 15 bis 30 Millionen Euro auswirken - je nachdem, inwieweit das Unternehmen in der Lage ist, Flugausfälle aufzufangen.

Große Erfolgschancen räumt Braun den Piloten bei ihrem Arbeitskampf aber nicht ein. Die Lufthansa werde ihre Position wohl nicht ändern. Vielmehr dürfte das Management bemüht sein, noch stärker auf die Billigflugtochter Eurowings zu setzen.

HÄNDLER ERWARTET GEWINNMITNAHMEN

Die Lufthansa-Piloten verlangen Tariferhöhungen von zusammen 22 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren bis April 2017. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte jüngst erneut den Vorschlag des Unternehmens abgelehnt, in eine Schlichtung zu den offenen Gehaltsverhandlungen einzusteigen. Auch andere Themen wie die Übergangsrenten sind nach wie vor ungelöst. Der vorherige Tarifvertrag war Ende April 2012 ausgelaufen, wirkt aber mit unveränderten Tarifgehältern fort.

Einem Händler zufolge könnten einige Anleger nach dem zuletzt guten Lauf der Lufthansa-Aktien dennoch geneigt sein, erst einmal Kasse zu machen. Seit ihrem Mehrjahrestief im Oktober summiert sich das Plus immer noch auf mehr als 40 Prozent. Im Jahresverlauf steht allerdings weiterhin ein Minus von mehr als 11 Prozent zu Buche, was einen Platz im letzten Drittel des Dax bedeutet. Gründe für die teils trübe Stimmung der Anleger waren neben dem Dauerthema Streik die Sorgen wegen des Wettbewerbsdrucks sowie erhöhte Terrorangst bei den Kunden.

@ dpa.de

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