RWE AG(NEU), DE0007037129

FRANKFURT - Die Ankündigung einer Sonderdividende aus der Rückerstattung der Atomsteuer hat die Anleger von RWE am Freitag nur kurz aufgemuntert.

23.06.2017 - 16:38:24

AKTIE IM FOKUS: RWE weiter unter Druck - Ankündigte Sonderdividende verpufft. Nachdem die Aktien in Reaktion auf die Nachricht gegen Mittag noch minimal ins Plus gesprungen waren, knüpften sie zuletzt wieder an ihren Abwärtstrend der letzten Tage an.

Bis zum Nachmittag fielen die RWE-Anteilscheine am Ende des schwächelnden Dax um rund 3 Prozent auf 19,05 Euro. Damit notieren sie inzwischen wieder auf dem Niveau von Anfang des Monats, als das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Atomsteuer für einen Freudensprung bei den Aktien gesorgt hatte.

RWE will im Zuge der erwarteten Rückerstattung der Atomsteuer eine Sonderdividende von einem Euro je Aktie ausschütten. Der Betrag soll zusätzlich zu der für 2017 angestrebten regulären Dividende von 0,50 Euro gezahlt werden. Am Markt war Börsianern zufolge jedoch bereits teilweise damit gerechnet worden, dass RWE die Aktionäre an der erwarteten Rückzahlung teilhaben lassen würde.

Etwas skeptisch äußerte sich Analyst Werner Eisenmann von der DZ Bank. Es wäre sinnvoller gewesen, die gesamte Rückerstattung zur Bilanzsanierung zu nutzen. Davon abgesehen aber habe RWE die Auslagerung der Atommüllrückstellungen besser gemeistert als erwartet.

Den RWE-Aktien war bereits in den letzten Tagen etwas die Puste ausgegangen, nachdem sie am Montag noch bei gut 20 Euro den höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht hatten. Analyst Ingo Becker von Kepler Cheuvreux hatte am Dienstag die schwachen Anleiherenditen angesprochen, die schlecht für die Bilanz des Versorgers seien.

Seit Jahresbeginn gerechnet stehen die RWE-Aktien aber mit einem Plus von gut 60 Prozent immer noch komfortabel an der Dax-Spitze. Dem steht gleichwohl der rasante Kurssturz im Zuge der Energiewende gegenüber, der die Papiere vom Rekordhoch von über 100 Euro Anfang 2008 bis auf rund 9 Euro im September 2015 gedrückt hatte.

@ dpa.de

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