Zalando, DE000ZAL1111

FRANKFURT - Der Werbeslogan "Schrei vor Glück" dürfte am Dienstag nicht für die Anleger von Zalando gelten.

18.07.2017 - 11:39:24

AKTIE IM FOKUS: Enttäuschende Marge treibt Anleger aus Zalando-Aktien. Die Papiere des Online-Modehändlers wurden nach der Vorlage von vorläufigen Quartalszahlen und einer nur enttäuschenden Profitabilität regelrecht abgestraft, wie der Abschlag von 7,22 Prozent auf 39,66 Euro im Frankfurter Xetra-Handel zeigte. Mit einem Schlag machten sie damit ihre Kursgewinne der vergangenen vier Handelstage fast wieder zunichte.

Ein Händler betonte, der Online-Modehändler habe zwar die Erwartungen beim Umsatz erreicht, sie bei der Gewinnspanne aber verfehlt. Die bereinigte operative Marge, die angibt wie viel Ergebnis vom Umsatz beim Unternehmen hängen bleibt, sank nach ersten Berechnungen von 8,8 Prozent auf 7,3 bis 7,8 Prozent. Investitionen in weitere Kundenangebote haben das Unternehmen hierbei ausgebremst. Dazu zählt das Vorteilspaket "Zalando Zet", bei dem Abonnenten exklusive Premium-Leistungen erhalten sollen.

Unter den mittelgroßen Werten im MDax, in dem sie sich im bisherigen Jahresverlauf im Mittelfeld befinden, machte der Einbruch die Papiere am Dienstag zum schlechtesten Indexwert. Unter der 40-Euro-Marke rutschten sie auch unter wichtige charttechnische Trendlinien ab: Neben der 20-Tage-Linie, die als kurzfristiger Indikator gilt, durchbrach die Aktie auch noch die 50-Tage-Linie, die eher von mittelfristig orientierten Anleger betrachtet wird. Erstere verläuft derzeit bei 40,635 Euro, letztere bei 41,450 Euro.

Fundamental betrachtet waren sich Analysten aber einig, dass die negative Überraschung zwar vorerst auf die Stimmung drückt, den positiven Anlageaussichten aber letztlich keinen Abbruch tun wird. Die "Aktien-Story" rund um Zalando bleibe intakt, schrieb etwa Analyst Volker Bosse von der Baader Bank. Das Umsatzplus im zweiten Quartal von 20 Prozent belege ein überlegenes Wachstum am deutschen Modemarkt. Im Kundenbindungsprogramm Zet sieht er ein Pendant zu "Amazon Prime".

Ähnlich sieht es Christian Salis von der Privatbank Hauck & Aufhäuser, der keinen Schaden für den vielversprechenden Anlagehintergrund sieht. Er hob einen deutlichen, aber nicht berechtigten Bewertungsabschlag gegenüber den Papieren des britischen Versandhändlers Asos hervor. Langfristig habe sich Zalando außerdem das Ziel gesetzt, die nun als enttäuschend gewertete Marge auf 10 Prozent nach oben zu schrauben.

@ dpa.de

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