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AKTIEN IM FOKUS 2: Lufthansa-Aktionäre hoffen auf weniger Wettbewerbsintensität

16.08.2017 - 18:26:25

Hoffnung auf eine Branchenkonsolidierung. Analysten äußerten sich positiv und sehen die Lufthansa in einer guten Position.

ANALYST: POTENZIAL FÜR LUFTHANSA WIRD UNTERSCHÄTZT

Zwar schienen die Investoren die positiven Auswirkungen einer solchen Teilübernahme auf die Branchenkonsolidierung und die Ticketpreise zu verstehen, unterschätzt werde jedoch, wie gut sich die Lufthansa durch einen Air-Berlin-Deal gegen die Billigflieger-Konkurrenz auf ihrem Heimatmarkt wappnen könnte, erklärte Analyst Anand Date von der Deutschen Bank.

Die Aktien von Air Berlin setzten derweil ihre Talfahrt fort. Sie büßten im Xetra-Kernhandel nun etwas mehr als ein Viertel ihres Wertes ein, nachdem sie bereits am Vortag um etwas mehr als ein Drittel eingebrochen waren. Allerdings werden die Papiere schon eine Weile nur noch im Cent-Bereich gehandelt.

RYANAIR MIT KARTELLBESCHWERDE

Für die Papiere der Billigflieger Ryanair und Easyjet ging es zur Wochenmitte ebenfalls nach oben. Auch sie hatten bereits am Vortag von der Aussicht auf eine Konsolidierung der Branche profitiert. Easyjet soll Branchengerüchten zufolge an Teilen von Air Berlin interessiert sein. Analyst Daniel Roeska von Bernstein Research glaubt, dass ein Griff nach Teilen der Air Berlin eine strategische Logik hätte. Zudem habe der britische Billigflieger das richtige Geschäftsmodell, um mit einer solchen Transaktion Erfolg zu haben.

Die irische Fluggesellschaft Ryanair kritisierte die staatliche Zwischenfinanzierung von 150 Millionen Euro für Air Berlin indes scharf. Sie wittert ein Komplott zwischen der Bundesregierung und den zwei deutschen Fluggesellschaften und reichte daher beim Bundeskartellamt und der EU-Wettbewerbskommission Beschwerden gegen eine mögliche Übernahme Air Berlins durch die Lufthansa ein.

MERKEL VERTEIDIGT ÜBERGANGSKREDIT

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) indes verteidigte den Übergangskredit und sieht kaum Gefahr, dass letztlich der Steuerzahler die Zeche übernehmen müsse. Aber zehntausende Reisende im Stich zu lassen, "weil Benzin nicht bezahlt werden kann und die Tickets verfallen, das wäre glaube ich nicht angemessen gewesen", sagte sie in einer im Internet übertragenen Fragerunde mit vier prominenten jungen YouTubern.

@ dpa.de

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