Fresenius SE & Co. KGaA, DE0005785604

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24.04.2017 - 22:58:32

Fresenius SE & Co. KGaA: Fresenius Kabi verstärkt sich mit Übernahmen von Akorn und des Biosimilars-Geschäfts der Merck KGaA

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DGAP-Ad-hoc: Fresenius SE & Co. KGaA / Schlagwort(e): Fusionen & Übernahmen

Fresenius SE & Co. KGaA: Fresenius Kabi verstärkt sich mit Übernahmen von

Akorn und des Biosimilars-Geschäfts der Merck KGaA

24.04.2017 / 22:54 CET/CEST

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Fresenius Kabi verstärkt sich mit Übernahmen von Akorn und des

Biosimilars-Geschäfts der Merck KGaA

Geplante Übernahme von Akorn stärkt Kerngeschäft und erweitert

Produktangebot

Fresenius Kabi hat mit Akorn, Inc., einem US-amerikanischen Hersteller und

Anbieter verschreibungspflichtiger und rezeptfreier Arzneimittel, eine

Zusammenschlussvereinbarung abgeschlossen. Fresenius Kabi bietet 34 US$ je

Akorn-Aktie und damit einen Kaufpreis von insgesamt 4,3 Mrd US$ - zuzüglich

der Übernahme von Netto-Finanzverbindlichkeiten von 450 Mio US$ (Fresenius

Erwartung zum 31.12.2017).

Zu dem breiten Produktangebot von Akorn zählen intravenös zu verabreichende

Arzneimittel ebenso wie Cremes, Salben und Gels, sterile Augenarzneimittel

sowie Flüssigmedikamente zur Anwendung in Mund, Nase, Ohr und den Atemwegen.

Derzeit werden diese größtenteils verschreibungspflichtigen Arzneimittel

fast ausschließlich in den USA und dort über Apotheken sowie an Ärzte und

Krankenhäuser vertrieben.

Akorn hat heute auf Basis vorläufiger Ergebnisse für das 1. Quartal 2017

seine für das Gesamtjahr 2017 veröffentlichten Finanzziele bestätigt: Diese

sehen einen Umsatz von 1,010 bis 1,060 Mrd US$ sowie ein bereinigtes EBITDA*

zwischen 363 und 401 Mio US$ vor (vor Einmalaufwendungen im Rahmen der

Transaktion mit Fresenius Kabi). Der Gesamtkaufpreis entspricht damit etwa

dem 12,4-fachen bereinigten EBITDA* auf Basis der Mitte der für 2017

erwarteten Spanne. Der von Fresenius Kabi für Akorn erwartete Umsatz des

Jahres 2018 soll, vorbehaltlich des Abschlusses der Übernahme Ende des

Jahres 2017, 1,035 bis 1,085 Mrd US$ betragen, das EBITDA vor

Integrationskosten zwischen 380 und 420 Mio US$.

Mittelfristig rechnet Fresenius Kabi mit jährlichen Kosten- und

Wachstumssynergien der Übernahme von rund 100 Mio US$ vor Steuern. Diese

sollen sukzessive durch Integration und Modernisierung des

Produktionsnetzwerks von Akorn und die Zusammenführung verschiedener

Funktionsbereiche erreicht werden. Die Kosten der Integration veranschlagt

Fresenius Kabi mit insgesamt rund 140 Mio EUR vor Steuern über einen

Zeitraum von 2018 bis 2022. Der größte Teil davon wird für das Jahr 2018

erwartet.

Fresenius erwartet, dass die Übernahme ohne Integrationskosten bereits ab

2018 positiv zu Konzernergebnis** und Ergebnis je Aktie (EPS)** beitragen

wird, ab 2019 inklusive Integrationskosten.

Das Board von Akorn empfiehlt den Akorn-Aktionären die Annahme des Angebots

von Fresenius Kabi. Akorns größter Anteilseigner, der über rund 25 Prozent

der Aktien verfügt, hat erklärt, die Transaktion zu unterstützen. Diese

steht unter dem Vorbehalt der üblichen Vollzugsbedingungen, der behördlichen

Genehmigung (einschließlich US-Fusionskontrollfreigabe) sowie der Zustimmung

der Akorn-Aktionäre. Der Vollzug der Übernahme wird bis Anfang 2018

erwartet.

Der Kaufpreis wird finanziert mit einer Kombination aus in Euro und

US-Dollar denominierten Fremdkapitalinstrumenten.

Einstieg in Wachstumsmarkt Biosimilars

Fresenius und die Merck KGaA haben vereinbart, dass Fresenius Kabi das

Biosimilars-Geschäft von Merck übernehmen wird. Die Übernahme umfasst die

vollständige Produktpipeline mit Schwerpunkt auf Krebs- und

Autoimmunerkrankungen. Ebenso übernommen werden die mehr als 70 Mitarbeiter

an den Standorten Aubonne und Vevey in der Schweiz.

Fresenius Kabi erwartet erste Umsätze aus dem übernommenen

Biosimilars-Geschäft gegen Ende 2019 und ausgehend vom aktuellen

Produktentwicklungszeitplan Umsätze im hohen dreistelligen

Millionen-Euro-Bereich ab 2023. Fresenius Kabi sichert Merck im Rahmen der

Vereinbarung umsatzbezogene Zahlungen im einstelligen Prozentbereich zu.

Der EBITDA-Breakeven der Übernahme soll im Jahr 2022 erreicht werden. Für

die Investitionen einschließlich der Aufwendungen für Testreihen, klinische

Studien, die für Biosimilars typischen Qualitätsanforderungen sowie

Marketing und Vertrieb plant Fresenius Kabi, bis dahin strikt abhängig vom

Entwicklungserfolg insgesamt höchstens 1,4 Mrd EUR auszugeben. Darin

eingeschlossen ist auch der Kaufpreis von bis zu 670 Mio EUR. Dieser setzt

sich zusammen aus einer Zahlung von 170 Mio EUR, die mit Abschluss der

Übernahme in bar gezahlt wird, und Zahlungen von bis zu 500 Mio EUR, die

streng an das Erreichen vereinbarter Entwicklungsziele geknüpft sind. Ab

2023 rechnet der Fresenius-Konzern mit einem deutlich positiven Beitrag der

Übernahme zu Konzernergebnis** und EPS**.

Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen

Wettbewerbsbehörden und weiterer üblicher Vollzugsbedingungen. Der Abschluss

der Transaktion wird für das zweite Halbjahr 2017 erwartet.

Die Gesamtinvestition für das Biosimilars-Geschäft wird hauptsächlich aus

dem laufenden Cashflow finanziert.

Effekte der Übernahmen auf die Kennzahlen des Fresenius Konzerns

Fresenius bestätigt das mittelfristige Konzernergebnisziel** für 2020 von

2,4 bis 2,7 Mrd EUR.

Beide Übernahmen zusammen werden voraussichtlich im Jahr 2020

Konzernergebnis**- und EPS**-neutral sein und sich ab dem Jahr 2021 positiv

auswirken. Vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und

Integrationskosten werden beide Übernahmen zusammen im Jahr 2018

Konzernergebnis**- und EPS**- neutral sein und sich ab 2019 positiv

auswirken.

Der Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA) von

Fresenius wird sich nach Abschluss der beiden Transaktionen vorübergehend

auf rund 3,3 erhöhen und voraussichtlich Ende 2018 wieder auf rund 3,0

sinken.

Fresenius SE & Co. KGaA,

vertreten durch Fresenius Management SE

Der Vorstand

Bad Homburg v.d.H., 24. April 2017

* Bezüglich der Definition des bereinigten EBITDA von Akorn verweisen wir

auf die Pressemitteilung von Akorn zum Geschäftsjahr 2016 vom 1. März 2017

** Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen finden Sie auf unserer Website

https://www.fresenius.de/alternative-leistungskennzahlen.

Erläuterungen zu den auf Akorn bezogenen non-GAAP bzw. bereinigten

Finanzkennzahlen, können dem Abschnitt "Non-GAAP Financial Measures" der

Pressemitteilung zum Geschäftsjahr 2016 von Akorns Website entnommen werden:

http://investors.akorn.com/phoenix.zhtml?c=78132&p=irol-newsArticle&ID=2250528

Mitteilende Person:

Markus Georgi

Senior Vice President Investor Relations

T: +49 (0) 6172 608-2485

markus.georgi@fresenius.com

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Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen,

Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren

und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Hierunter fällt auch das Risiko,

dass die veröffentlichte Transaktion nicht oder zu anderen Bedingungen

vollzogen wird. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser

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