Die Menschen seien teilweise in verschimmelten Räumen einer ehemaligen Kaserne untergebracht. Einige Kinder litten deshalb unter chronischen Atemwegs-Erkrankungen. Eine Ärztin habe empfohlen, die Familien aus den verschimmelten Räumen herauszunehmen.
Der Landkreis Börde habe die Vorwürfe zurückgewiesen. Marlis Lüder, die Sozialamtsleiterin des Bördekreises, habe dem Sender zwar bestätigt, dass es Probleme mit Schimmelbefall gegeben habe. Der private Betreiber habe die Missstände allerdings beseitigt. Außerdem habe der Amtsarzt keine chronische Bronchitis bei den Kindern feststellen können.
Die Grünen teilen die Kritik an der Flüchtlingsunterkunft. «Nach dem Asylbewerberheim in Möhlau steht nun zu Recht Harbke in der Kritik», sagte der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger. Dabei gehe es nicht nur um verschimmelte Wohnungen. Schlimmer sei die isolierte Lage der Unterkunft und die damit verbundene Hilflosigkeit bei rechtsextremistischen Übergriffen. Er schlug vor, die Asylbewerber in leerstehenden Wohnungen unterzubringen.
Im Juli hatten die Grünen und die Linke die Schließung des Asylbewerberheims in Möhlau (Landkreis Wittenberg) gefordert. Der Landkreis wies die Forderung zurück. Den Bewohnern könne in dem Heim ein größerer Schutz gewährleistet werden, weil das Haus durchgehend bewacht werde.
Harbke (ddp-lsa)


























