Der mit insgesamt 18 Menschen überladene Holzkahn «Neu Helgoland» war am 13. August 2008 kurz vor dem Anlegen gekentert. Eine 70-Jährige aus Schleswig-Holstein ertrank. Eine Frau musste wegen Lungenversagen ins Krankenhaus gebracht werden, elf weitere Menschen erlitten Prellungen und Blutergüsse. Sie mussten zudem psychologisch behandelt werden.
Richter Hans Ahlers sprach in der Urteilsbegründung von einem tragischen Unfall zu dem ein «Konglomerat von mehreren Ursachen» geführt habe. Der Unfall sei letztlich durch Eindringen von Wasser ausgelöst worden, dadurch sei Panik unter den 17 Fahrgästen ausgebrochen. Infolgedessen sei das Boot gekentert. An Bord befanden sich Landfrauen aus Bad Segeberg in Schleswig-Holstein.
Das Gericht blieb mit seinem Urteil unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die für den Eigner ein Jahr und fünf Monate auf Bewährung und für den Bootsführer ein Jahr auf Bewährung verlangt hatte. Für die Bootsbauer hatte sie auf eine Geldstrafe plädiert.
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