Bewährungsstrafe gegen Internetbetrüger verhängt: Wegen gewerbsmäßigen Betruges in 107 Fällen ist ein 25-jähriger Student zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Gera verurteilte ihn am Mittwoch darüber hinaus wegen Urkundenfälschung und versuchten Betruges in einem Fall. 47 weitere angeklagte Betrugsvorwürfe stellte das Gericht ein.
Vergrößern Bewährungsstrafe gegen Internetbetrüger verhängt | Bild: © dapd

Gera (dapd-lth). Wegen gewerbsmäßigen Betruges in 107 Fällen ist ein 25-jähriger Student zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Gera verurteilte ihn am Mittwoch darüber hinaus wegen Urkundenfälschung und versuchten Betruges in einem Fall.

47 weitere angeklagte Betrugsvorwürfe stellte das Gericht ein. Ferner ordneten die Richter an, 160 Stunden gemeinnützige Arbeitsstunden abzuleisten. In ihrem Urteil folgte die Kammer den Anträgen der Staatsanwaltschaft und Verteidigung.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Student aus Jena zwischen 2010 und 2011 im Internet Waren im Wert von 16.000 angeboten und verkauft hat, ohne sie nach Zahlungseingang auszuliefern. Zudem habe er mit gefälschten Papieren versucht, einen Kredit in Höhe von 50.000 Euro zu beantragen.

Zugunsten des Angeklagten wertete die Kammer das Geständnis, das eine umfangreiche Beweisaufnahme erspart habe. Der Student hatte zum Prozessauftakt am Vormittag gesagt, dass das Geschäft mit dem Internetbetrug leicht verdientes Geld gewesen sei, mit dem er seinen Lebensunterhalt finanziert habe. Ferner habe sich die Schadenswiedergutmachung positiv ausgewirkt. Demnach habe er an 80 Prozent der geschädigten Kunden die Gelder zurückgezahlt.

Strafverschärfend wertete das Gericht die Vielzahl von Straftaten. Zudem sei der Angeklagte mehrfach vorbestraft. Das Urteil ist rechtskräftig.

dapd