Peking 19.08.2011 (www.emfis.de) Der Betreiber von Chinas größter Suchmaschine ist erneut ins Gerede gekommen. Nachdem chinesische Staatsmedien über eine Betrugsaffäre berichtet hatten, in der Baidu involviert ist, brach der Aktienkurs ein.
Der staatliche TV-Sender China Central Television (CCTV) hatte in dieser Woche berichtet, dass Baidu-User gefälschte Flugtickets erworben haben, die auf der Suchmaschine beworben wurden. Der TV-Kanal, der vor Kurzen mit der Testphase einer eigenen Suchmaschine begonnen hat, warf dem Unternehmen darüber hinaus vor, die Seriosität der Werbekunden nicht angemessen zu überprüfen. In einem Beispiel gab ein Angestellter sogar Ratschläge, wie man die Erlaubnis bekommt, gefälschte Pharmazeutika zu bewerben.
Gestern Abend hat sich nun Wang Zhan, der stellvertretende Verkaufschef von Baidu, während einer Live-TV-Sendung dafür entschuldigt und später gegenüber Zeitungsreportern versprochen, diese Missstände so schnell wie möglich zu beheben. Bereits 2008 hatte das Staatsfernsehen Unregelmäßigkeiten bei Baidus Werbegeschäft kritisiert.
China Werbe-Markt hart umkämpft
Brancheninsider gehen davon aus, dass diese Enthüllungsstory möglicherweise wegen der harten Konkurrenz um die Werbegelder lanciert wurde. Auch Chinas traditionelle Printmedien und Rundfunkanstalten spüren deutlich, dass immer mehr Werbung ins Internet abwandert. Baidu ist einer der Hauptprofiteure, da das Unternehmen derzeit mit einem Marktanteil von etwa 80 Prozent den chinesischen Suchmaschinenmarkt dominiert.
An der NASDAQ fiel der Kurs von Baidu gestern um 6,7 Prozent auf 128,77 US-Dollar. Seit Wochenbeginn summieren sich die Verluste bereits auf über 14 Prozent.
Lesen Sie zu diesem Thema auch den Beitrag "Baidu kann Quartalsgewinn fast verdoppeln" auf www.emfis.de .
Realtime Kurslisten: DAX • MDAX • SDAX • TECDAX • DOW JONES • NASDAQ • OSTEUROPA • SCHWEIZ • HOT STOCKS • AKTIENFONDS



Forum
Facebook
Twitter





















