Besuch - «Zug der Erinnerung» hält in Hannover: Bislang haben sich 50 Schulklassen zum Besuch angemeldet Eine mobile Ausstellung über die Deportation jüdischer Kinder und Jugendlicher während des Zweiten Weltkrieges ist von Sonntag an vier Tage lang auf dem Hauptbahnhof von Hannover zu sehen. Der «Zug der Erinnerung» wolle das Gedenken an die Opfer wachhalten, sagte der hannoversche Projektkoordinator Tom Seibert der Nachrichtenagentur ddp. Bislang hätten sich 50 Schulklassen zum Besuch angemeldet.
Vergrößern Besuch - «Zug der Erinnerung» hält in Hannover | Bild: ©

Die in zwei Waggons untergebrachte Ausstellung erinnert an das Schicksal von Kindern, die vor mehr als 60 Jahren mit der Deutschen Reichsbahn in Vernichtungslager transportiert wurden. Die Exposition war schon in mehr als 100 Städten zu sehen und wurde von 350 000 Menschen besucht. Nach Hannover wird die Ausstellung vom 13. bis 14. November in Lehrte Station machen.

Die Deutsche Bahn AG hatte sich 2007 geweigert, eine ähnliche Ausstellung von Serge und Beate Klarsfeld auf deutschen Bahnhöfen zu zeigen. Daher gründete sich der Verein Zug der Erinnerung, der die Bahngleise für die Dauer der Ausstellung anmietet und der Deutschen Bahn die Trassengebühren bezahlt. In Hannover sind das laut Seibert 2000 Euro pro Tag.

Hannover (ddp-nrd)