Besseren Schutz vor gefährlicher Tattoo-Farbe gefordert: Baden-Württemberg will Verbraucher noch besser vor gefährlicher Tattoo-Farbe schützen. Auf Antrag des Landes beriet der Bundesrat am Freitag darüber, ob künftig die Hersteller den Nachweis der gesundheitlichen Unbedenklichkeit der Tätowiermittel erbringen müssen.
Vergrößern Besseren Schutz vor gefährlicher Tattoo-Farbe gefordert | Bild: © dapd

Berlin (dapd-bwb).

In Stichproben seien problematische Inhaltsstoffe wie krebserregende Abbauprodukte organischer Farbmittel oder auch Farbstoffe, die keinerlei Gesundheitsprüfung durchlaufen haben, festgestellt worden, heißt es in dem Antrag. Außerdem könnten mikrobiologische Verunreinigungen der Tätowierfarbe schwerwiegende Infektionen verursachen.

Der baden-württembergische Verbraucherminister Alexander Bonde sagte, jüngsten Untersuchungen zufolge sei in der Altersgruppe von 25 bis 34 Jahren jeder Vierte tätowiert. Der Grünen-Politiker verlangte eine Positivliste zugelassener Tätowierfarben.

Die Bundesregierung lässt derzeit vom Bundesinstitut für Risikobewertung wissenschaftliche Kriterien für die Bewertung von Tattoo-Farbe erarbeiten. Wie Baden-Württemberg strebt auch das Verbraucherministerium an, dass künftig die Hersteller die Sicherheit ihrer Farben nachweisen müssen.

dapd