«Berliner Zeitung» will «in Kürze» über Stasi-Fälle entscheiden
19.07.2008 | 13:38 UhrDie beiden leitenden Journalisten hatten im Frühjahr zugegeben, als Stasi-Spitzel gearbeitet zu haben. Daraufhin hatte die Redaktion die Einsetzung eines externen Ehrenrates mit sachverständigen Persönlichkeiten empfohlen. Dem Gremium gehören der Theaterregisseur Thomas Langhoff, der frühere Direktor der Gauck-Behörde, Peter Busse, der Schriftsteller Adolf Endler und der Politiker Rainer Eppelmann, Vorstand der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, an.
In seiner Empfehlung an die Chefredaktion kommt der Ehrenrat zu dem Schluss, dass eine Weiterbeschäftigung der beiden Journalisten «möglich ist». Beide hätten sich mit ihrer Vergangenheit «ernsthaft» und «aufrichtig» auseinandergesetzt.
Laut «Berliner Zeitung» bleibt von der Entscheidung unberührt das in Auftrag gegebene Forschungsprojekt des Rechtsanwaltes Johannes Weberling. Dieses soll Aufschluss über eventuelle Stasi-Verstrickungen von Mitarbeitern des Berliner Verlags geben.
(ddp)
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Ehrenrat hatte die Weiterbeschäftigung der beiden ehemaligen Stasi-IM einstimmig empfohlen
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