Berliner 1. Mai friedlich wie seit Jahren nicht: Berlin (dpa) - Der 1. Mai ist in Berlin nach Einschätzung der Polizei so friedlich verlaufen wie seit Jahren nicht mehr. Nur bei der sogenannten Revolutionären 1. Mai-Demonstration am Abend sowie in der Nacht wurden Demonstranten kurzzeitig gewalttätig. Vereinzelte Randale gab es auch in Bremen und Hamburg.
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In Berlin waren mehr als 6000 Polizisten im Einsatz, darunter auch Kräfte aus anderen Bundesländern. Dort hatte es seit 1987 immer wieder Ausschreitungen bei den Mai-Demonstrationen gegeben. Am späten Abend wurden Polizisten in Kreuzberg aus einer Gruppe von etwa 1500 Menschen immer wieder angegriffen. Bei der vorherigen sogenannten Revolutionären 1. Mai-Demonstration wurden Scheiben von zwei Banken eingeworfen. Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper flogen gegen Polizisten und Polizeifahrzeuge. Brennende Barrikaden wie in der Vergangenheit gab es nicht. Die Polizei sprach von 9000 Teilnehmern, die Veranstalter gaben 13 000 Demonstranten an.

In Hamburg liefen am Sonntagabend rund 2000 Anhänger der linken Szene durch die Stadt. Einzelne lieferten sich Scharmützel mit der Polizei. Zwei Beamte wurden durch Böller beziehungsweise Flaschenwürfe leicht verletzt. 42 Demonstranten wurden festgenommen, 28 blieben in Gewahrsam. Mehr als 2000 Polizisten waren im Einsatz. In Bremen rechnete die Polizei Brandanschläge auf zwei Autos und Steinwürfe und Farbbeutelwürfe auf die Fensterscheiben von zwei Bankfilialen Autonomen zu, die im Umfeld des 1. Mai aktiv wurden.