Über die Hälfte der Befragten sei wegen ihrer ethnischen oder religiösen Identität schon einmal diskriminiert worden. Das nationale Zugehörigkeitsgefühl der Muslime in Deutschland liege bei nur 25 Prozent. Dies sei der niedrigste Wert aller sieben verglichenen Länder. «Viele Muslime fühlen sich ins Abseits gedrängt», sagte der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening. Ihr Bemühen um Integration werde durch Diskriminierung behindert.

Für die europaweite Vergleichsstudie «Muslims in Europe» des Londoner Open Society Institute wurden insgesamt rund 2200 Muslime und Nicht-Muslime in Berlin und Hamburg sowie neun weiteren Städten in Großbritannien, Schweden, Frankreich, Belgien, Dänemark den Niederlanden befragt. In Berlin nahmen 200 muslimische und nicht-muslimische Bewohner Kreuzbergs an der Studie teil.

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