Bergsteiger Messner hat Ärger mit Gegnern des Rauchverbots in Bayern: Bergsteiger Reinhold Messner zeigt sich verstimmt über das Vorgehen des Aktionsbündnisses «Bayern sagt Nein!», das ihn mit Gegnern eines umfassenden Rauchverbots in Verbindung gebracht hat. «Man kann mich nicht als Werbeträger nutzen, ohne mich zu fragen», sagte Messner am Freitag in Wien auf ddp-Anfrage.
Vergrößern Bergsteiger Messner hat Ärger mit Gegnern des Rauchverbots in Bayern | Bild: © ad-hoc-news
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Bergsteiger Reinhold Messner zeigt sich verstimmt über das Vorgehen des Aktionsbündnisses «Bayern sagt Nein!», das ihn mit Gegnern eines umfassenden Rauchverbots in Verbindung gebracht hat. «Man kann mich nicht als Werbeträger nutzen, ohne mich zu fragen», sagte Messner am Freitag in Wien auf ddp-Anfrage, weil das Aktionsbündnis ohne seine Zustimmung unter anderem auf seiner Website ein Foto samt Zitat von Messner veröffentlicht hatte.

Das Ganze sei «ein bisschen kontraproduktiv», sagte Messner, der sich für die Kampagne «Rauchfrei durchstarten» engagiert. Zwar stehe er inhaltlich zu dem Zitat, das aus einer Fernsehsendung stammte und worin mit keinem Wort das Thema Rauchen erwähnt sei. Hätte es eine Anfrage gegeben, hätte er jedoch seine Zustimmung verweigert. Doch die sei nicht gekommen. «Das tut man einfach nicht.» Er versicherte jedoch: «Ich will ja nicht streiten.» Deshalb werde er selbst keine rechtlichen Schritte einleiten.

Ein Sprecher der Kampagne sagte, es handele sich um ein «öffentliches Zitat», dass Messner zum Thema persönliche Freiheit und nicht zum Thema Rauchen geäußert habe. Die Veröffentlichung sei nach Rücksprache mit dem Fernsehsender erfolgt. Auf die schriftliche Bitte Messners, die Inhalte zu löschen, habe man «sofort» reagiert.

Dass sowohl das Zitat als auch ein Bild Messners noch bis zum Freitag auf der Website des Aktionsbündnisses zu finden waren, konnte sich der Sprecher nur mit einem technischen Fehler erklären.

Am 4. Juli wird in Bayern über den Volksentscheid zum Nichtraucherschutz abgestimmt. Der Gesetzentwurf des Volksbegehrens «Für echten Nichtraucherschutz» war im Landtag abgelehnt worden. Es hat ein generelles Rauchverbot in allen gastronomischen Einrichtungen sowie in Bier- und Festzelten - und zwar ohne Ausnahmeregelungen - zum Ziel.

ddp