Das Ergebnis der Urabstimmung des Marburger Bundes habe gezeigt, dass «Ärztinnen und Ärzte nicht mehr länger bereit sind, die immer schwieriger werdenden Arbeitsbedingungen als gegeben zu akzeptieren», sagte er am Samstag in Mainz. Die Forderung nach besserer Bezahlung der Bereitschaftsdienste in der Nacht, an den Wochenenden und an den Feiertagen habe auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten «ihre Berechtigung», fügte er hinzu.
Immer häufiger würde der Bereitschaftsdienst als Ersatz für Vollarbeit genutzt, um vorhandene Kapazitäten möglichst komplett auszulasten. Somit habe inzwischen die Zahl der Arbeitsstunden zu ungünstigen Zeiten wie etwa nachts im Vergleich zur Regelarbeitszeit deutlich zugenommen. «Das ist gelebte Realität und deshalb ist es auch nur eine logische Folgerung, dass Bereitschaftsdienste besser vergütet werden müssen als bisher», forderte Hessenauer. Und die Behauptung, dass Ärzte während ihres Bereitschaftsdienstes mehr schliefen als arbeiteten, sei « eine reine Mär».
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