Bekennerschreiben nach Anschlag auf Hamburger Behörde eingegangen: Nach dem Farbanschlag auf die Hamburger Wirtschaftsbehörde ist ein Bekennerschreiben eingegangen: Darin fordern die selbst ernannten autonomen Gruppen einen Stopp des 'Mietwahnsinns' sowie die Besetzung leerstehender Häuser sowie die Verteidigung autonomer Projekte, wie Polizeisprecher Mirko Streiber am Dienstag auf dapd-Anfrage in Hamburg sagte.
Vergrößern Bekennerschreiben nach Anschlag auf Hamburger Behörde eingegangen | Bild: © dapd

Hamburg (dapd-nrd).

Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich bei dem Anschlagsziel allerdings um eine Verwechslung: Adressat war ursprünglich die Stadtentwicklungsbehörde, die sich in der Nachbarschaft der Wirtschaftsbehörde befindet.

Die Polizei geht von einem politischen Hintergrund aus. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Streiber zufolge gibt es derzeit noch keine Hinweise auf die Täter.

In der Nacht zum Montag hatten Unbekannte den Anschlag auf die Wirtschaftsbehörde verübt. Dabei wurde die Scheibe in der Eingangstür sowie zwei weitere Scheiben durch Steinwürfe beschädigt. Zudem wurden die Wände des Eingangsbereiches sowie die Fassade Hauses mit blauer Farbe beschmutzt. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenwagen führte zunächst nicht zur Festnahme der Täter.

Eine Anwohnerin hatte ein Scheibenklirren gehört und daraufhin drei dunkel gekleidete und schlanke Menschen mit schwarzen Kapuzenshirts und blauen Jeans vom Tatort im Stadtteil Neustadt flüchten sehen. Die alarmierten Beamten fanden drei Steine sowie fünf Farbgläser.

Hinweise zu dem Anschlag nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 040-428656789 entgegen.

dapd