Bochum (dapd-nrw). 'Die Konjunktur im Ruhrgebiet hat sich auf hohem Niveau stabilisiert', sagte der Präsident der IHK Mittleres Ruhrgebiet, Jürgen Fiege, zum diesjährigen 88. Ruhrlagebericht. Für 2012 deute sich eine etwa gleichbleibende Entwicklung an.
41 Prozent der Befragten sprachen bei der Umfrage von einer guten Geschäftslage, etwa die Hälfte bezeichnete sie als befriedigend. Die Ergebnisse zeigten, dass sich die Konjunktur in einem schwieriger werdenden Umfeld behaupte, sagte Fiege. 'Alle Wirtschaftsbereiche präsentieren sich in solider Verfassung.'
Wesentliche Konjunkturstütze sei die Binnennachfrage, obwohl diese etwas an Antriebskraft verloren habe. Wegen der relativ stabilen Auftragsentwicklung liegt der Auslastungsgrad der Maschinen und Anlagen nach Angaben der IHK in der Industrie bei 84 Prozent. Im Handel konnten sich in den vergangenen sechs Monaten demnach 46 Prozent der Betriebe über höhere Umsätze freuen. Zudem beklagten nur 17 Prozent der Dienstleister geringere Erlöse.
Der leicht schwächelnde Export sowie die Staatsschuldenkrise in Europa und die unsichere Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise blieben als Risiken dennoch im Blickfeld der befragten Unternehmen. Etwa bei Investitionen und bei Stellenausweitungen planen viele Betriebe vorsichtiger als im Jahr zuvor.
Rund 1.000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe mit insgesamt 142.000 Beschäftigten beteiligten sich nach Angaben der IHK an der aktuellen Konjunkturumfrage.
dapd


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