DJ UPDATE: XETRA-SCHLUSS/Etwas leichter - Kleiner Fall nach Großem Verfall (NEU: Verfallspreis und Aussagen zu Griechenland) FRANKFURT (Dow Jones) Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag zum Großen Verfall zunächst zugelegt, dann aber etwas leichter geschlossen. Der DAX verlor 0,5% oder 30 Punkte auf 5.982, nachdem der deutsche Leitindex im Tageshoch 6.042 Zähler erreicht hatte. Umgesetzt wurden an DAX-Titeln auf Xetra rund 241,4 (Vortag: 100,7) Mio Aktien im Wert von rund 7,19 (Vortag: 2,95) Mrd EUR. Charttechnisch ist der DAX im Bereich von 5.925 Zählern unterstützt, Widerstand findet sich um 6.058 Punkte. Die Abrechnung der Index-Futures und -Optionen fand bei 6.041,48 Punkten statt. Nachdem der "Hexensabbat" den DAX am Vormittag gestützt hatte, kamen die Kurse nach dem Verfall der Futures und Optionen auf die Indizes etwas unter Druck. Verluste im frühen US-Handel ließen die Abgaben weiter anschwellen, wobei aber kein Verkaufsdruck zu beobachten war. Auch wegen fehlender Konjunkturdaten verlief das Geschäft für einen Verfallstag eher gelassen. Etwas belastet hatten am Nachmittag die Aussagen des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou. Griechenland stehe kurz davor, keine Kredite mehr am Kapitalmarkt aufnehmen zu können, so der Regierungschef. Die Schwankungen der Einzelwerte hielten sich ebenfalls in Grenzen. Bei der Kursfindung spielte das Gerangel um die Basispreise zum Verfall der Aktienoptionen eine gewichtige Rolle, zumal es kaum Kurs relevante Unternehmensmeldungen gab. Stahlwerte litten etwas unter schwachen Vorgaben des europäischen Rohstoffsektors. "Viele Rohstoffpreise haben ins Minus gedreht, so Öl, Gold, aber auch Basismetalle wie Nickel, Kupfer und Zink", meinte ein Händler. ThyssenKrupp büßten 1,7% auf 25,10 EUR ein und K+S 1,6% auf 44,83 EUR. Lufthansa stiegen dagegen um 1,2% auf 12,29 EUR. In der zweiten Reihe verzeichneten Pfleiderer kräftige Verluste von 5,8% auf 4,91 EUR. Nach einem deutlichen Nettoverlust im vergangenen Jahr erwartet der Neumarkter Holzverarbeiter auch für 2010 einen Nachsteuerverlust. Mit einer Dividende können die Aktionäre weder für 2009 noch für 2010 rechnen, sagte der Vorstandsvorsitzende Hans H. Overdiek am Freitag auf einer Pressekonferenz in München. MLP gehörten mit einem Plus von 3,5% auf 7,55 EUR dagegen zu den Gewinnern. Das Unternehmen will für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 0,25 EUR je Aktie ausschütten. Analysten hatten im Vorfeld der Zahlenbekanntgabe am 24. Februar mit einer Ausschüttung von 0,21 EUR je Aktie gerechnet. Im TecDAX legten centrotherm um 3,3% auf 34,19 EUR zu - Goldman Sachs hatte die Aktie auf "Kaufen" von "Neutral" hochgestuft. Carl Zeiss Meditec zogen um 6,7% auf 11,98 EUR an. Auf der Verliererseite standen Bechtle nach Vorlage von Geschäftszahlen für das vergangene Jahr mit einem Minus von 2,5% auf 21,80 EUR. "Am Ausblick bemängele ich, dass das Unternehmen sich zwar optimistisch zu den Segmenten geäußert hat, aber nichts zur Profitabilität gesagt hat", so LBBW-Analyst Stephan Wittwer. DJG/mif/flf Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

(END) Dow Jones Newswires March 19, 2010 13:40 ET (17:40 GMT) Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.