Ein langer, kalter Winter sei nicht unbedingt hinderlich für das Edelgemüse - im Gegenteil. «Je tiefer der Spargel schläft, desto ausgeschlafener startet er ins Frühjahr», betonte Schumacher. Im Vergleich zum Vorjahr werde sich die Ernte diesmal besser über die Saison verteilen. Durch die schnelle und starke Erwärmung habe es 2009 eine «eine abnormale Riesenmenge» zu Saisonbeginn gegeben.

Im Winter sei der Stoffwechsel der Pflanzen eingefroren und die Knospen durch den Kältereiz sehr austriebswillig, erläuterte der Spargelexperte. Eine schnelle Erwärmung im Frühjahr und Sonnenstrahlen seien dann ausschlaggebend für die Zartheit der Stangen.

In Deutschland gehört Bayern vor Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zu den frühesten Erntegebieten. Insgesamt wächst im Freistaat auf 2400 Hektar Spargel. Dabei liegt Oberbayern mit 22 Prozent des gesamtbayerischen Ertrags an der Spitze.

Die bayerische Erntesaison wird am Montag (12. April) von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) auf dem Münchner Viktualienmarkt eröffnet und endet traditionell an Johanni, am 24. Juni.

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