Die markanten Bauwerke gehören - wie auch die gesamte Betonnung - zu den visuellen Schifffahrtszeichen. Experten unterscheiden zwischen diesen Seefeuern und weiteren Leuchtfeuern, darunter Richt- und Sektorenfeuer, von denen es im genannten Küstenbereich 479 gibt.

Zu den bekanntesten Leuchttürmen gehören die Seezeichen «Roter Sand» in der Außenweser, «Westerheversand» im Nordwesten der Halbinsel Eiderstedt, «Arkona» am gleichnamigen Kap der Insel Rügen sowie der Turm im ostfriesischen Pilsum, der durch den Kinofilm «Otto - Der Außerfriesische» bundesweit bekannt wurde.

Der höchste Leuchtturm Deutschlands ist mit 65 Metern der Eisengitterturm «Campen» in der Unterems, nordwestlich von Emden gelegen. Höchster Feuerträger ist aber das Maritim-Hochhaus in Lübeck-Travemünde mit einer Höhe von 114 Metern. Das Leuchtfeuer ist seit 1974 in Betrieb.

An der Küste von Mecklenburg-Vorpommern weisen zwölf Leuchttürme Schiffen den Weg. Sie haben ihren Platz zumeist auf Inseln wie der Greifswalder Oie, dem Ruden vor Wolgast und auf Hiddensee. Auf dem Festland stehen sie unter anderem in Warnemünde und auf dem Buk in Bastorf unweit von Kühlungsborn.

Der Turm am Darßer Ort ist der älteste an der Küste im Nordosten Deutschlands, er wurde 1848 gebaut. Der Schinkel-Turm am Kap Arkona stammt zwar aus dem Jahre 1827, er wurde aber 1902 durch einen Neubau ersetzt. Der jüngste und kleinste Turm steht auf der Insel Poel. Er wurde vor genau 50 Jahren in Betrieb genommen und ist nur zehn Meter hoch.

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