Vor dem Hintergrund des guten ersten Halbjahres bekräftigte der Konzern jedoch seine Jahresprognose. Das Management erwartet weiterhin einen Umsatzanstieg über dem Wachstum der weltweiten Chemieproduktion, das BASF mittlerweile auf 7 bis 8 Prozent einschätzt. Bislang waren 5,3 Prozent prognostiziert worden. Des Weiteren wird eine deutliche Verbesserung des Vorsteuerergebnisses (Ebit) vor Sondereinflüssen erwartet. Außerdem soll wieder eine höhere Dividende gezahlt werden.
Im zweiten Quartal legte der Umsatz um 29,7 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro zu. Das Ebit vor Sondereinflüssen kletterte überproportional um 93,5 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter erhöhte sich um 245 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.
Am stärksten wuchsen Umsatz und Ebit im Segment Chemicals. Auch die Sparte Plastics erzielte dank einer guten Auslastung und wegen Restrukturierungsmaßnahmen deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserungen. Dies berichtete auch die Sparte Performance Products. Eine stärkere Nachfrage aus der Automobilindustrie und erfolgreiche Restrukturierungsmaßnahmen verhalfen auch der Sparte Functional Solutions zu Umsatz- und Ergebnissteigerungen.
Das Geschäft habe sich besser als erwartet entwickelt, erklärte der Konzern. Dennoch blieben die Risiken für einen selbsttragenden und dauerhaften Aufschwung - volatile Rohstoffmärkte, Überkapazitäten das Auslaufen staatlicher Konjunkturprogramme und die notwendige weltweite Konsolidierung staatlicher Haushalte - nach BASF-Einschätzung bestehen. Das Unternehmen rechnet für das zweite Halbjahr daher nur mit einer moderaten konjunkturellen Erholung.
Der Konzern will sich weiter auf Portfolioverbesserungen, Restrukturierungen und Effizienzsteigerungen konzentrieren. Mit dem Kostensenkungsprogramm «Next» will BASF in diesem Jahr Einsparungen von 600 Millionen erzielen.
Des Weiteren soll der Ausbau des Geschäfts in Wachstumsmärkten vorangetrieben werden. Als wichtigen Meilenstein bezeichnete BASF den Erwerb des Spezialchemiekonzerns Cognis. Die im Juni vereinbarte Akquisition mit einem Unternehmenswert von 3,1 Milliarden Euro soll im November abgeschlossen sein.
Analysten sprachen von guten BASF-Zahlen. Alle Kennziffern lägen zum Teil deutlich über den Prognosen, hieß es. Die BASF-Aktie legte bis gegen 15.00 Uhr um 0,8 Prozent auf 45,71 Euro zu.
ddp






























