Balda-Chef kündigt unabhängige Prüfung an: BIELEFELD (dpa-AFX) - Im Streit um die Macht beim Kunststoff-Verarbeiter Balda  soll eine freiwillige Sonderprüfung Klarheit über die Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat bringen. So solle die Frage geklärt werden, ob der Balda-Führung Fehlverhalten im Umgang mit der Beteiligung am taiwanesischen Elektronikhersteller TPK vorgeworfen werden könne, sagte Vorstandschef Dominik Müser bei der außerordentlichen Hauptversammlung der AG am Mittwoch in Bielefeld. Der internationale Finanzinvestor Octavian, der nach eigenen Angaben gut acht Prozent der Aktien vertritt, verlangt die Ersetzung aller drei Aufsichtsräte durch eigene Kandidaten. Eine Entscheidung wurde noch am Mittwoch erwartet.
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Hintergrund ist der Streit über eine Beteiligung der Balda AG an TPK im Wert von etwa 400 Millionen Euro. Octavian wirft dem Aufsichtsrat vor, nicht im Interesse der Balda-Aktionäre zu agieren. Im Gegenzug kritisiert der Aufsichtsrat, Octavian wolle durch einen raschen Verkauf der TPK-Anteile nur schnell Kasse machen. Balda produziert Kunststoffteile für Geräte der Medizintechnik und Elektronik.